Zum Nachhören: Sigrun Falkensteiner

Die Schule beginnt. Für manche Kinder ist das Vorfreude, für andere Bauchweh – und für uns Eltern oft beides gleichzeitig. Genau deshalb haben wir uns im Sonntagsfrühstück diesmal mit einer Frau darauf eingestimmt, die Schule wirklich von allen Seiten kennt: Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner.


Geboren 1975 in Bruneck, aufgewachsen in einer Lehrerfamilie, war sie selbst zwölf Jahre Grundschullehrerin. Später leitete sie einen Schulsprengel, wurde Schulinspektorin und steht seit 2018 an der Spitze des Deutschen Schulamtes. Kurz gesagt: Sie kennt Schule von der Schulbank bis ins oberste Büro. Und was braucht ein Kind für einen guten Schul-Start, nach den langen Sommerferien? Falkensteiner sagt: „Es braucht vor allem Zuversicht, die Menschen ausstrahlen, die um die Kinder herum sind.“ Denn Kinder hätten „ganz feine Antennen“. Wichtig sei deshalb vor allem eines: „Es ist wichtig, dass unsere Schüler merken, dass sie gesehen werden.“ Muss man Schule eigentlich irgendwann lieben? „Müssen nicht“, sagt Falkensteiner. Aber Schule sei „ein Ort, der uns sehr prägt“. Und deshalb komme es auch darauf an, wie Eltern, Lehrer und Schüler über Schule sprechen. Bei all den großen Themen – von Inklusion über Digitalisierung und KI bis zum Lehrermangel – möchte sie den Kern nicht aus den Augen verlieren: guten Unterricht. Schule soll nicht alles leisten müssen, sondern vor allem eines wieder richtig gut können: unterrichten. Und dann ist da noch die private Seite der Landesschuldirektorin. Sie singt gerne, leitet einen Chor – und ist bekennende Langschläferin. „Wenn ich Zeit habe, dann kann ich bis in den Vormittag hinein schlafen. Das funktioniert noch, wenn ich mich fest bemühe“, sagt sie und lacht. Ein sympathischer Gedanke zum Schulstart: Niemand muss perfekt vorbereitet sein. Ein bisschen Zuversicht reicht manchmal schon.

Das ganze Sonntagsfrühstück hier zum Nachhören: