Wenn Aufgeben keine Option ist: Emanuel Perathoner im Sonntagsfrühstück

Zweimal Gold und ein Comeback, das unter die Haut geht: Wenn Emanuel Perathoner von seinen Erfolgen bei den Paralympics heuer in Cortina erzählt, spürt man sofort, wie viel Leidenschaft und vor allem wie viel Spaß am Sport dahintersteckt. Der Lajener, der zwischen Südtirol und Spanien lebt, hat mit seinen Siegen nicht nur sportlich Geschichte geschrieben, es sind immerhin die ersten Medaillen seit 2002 für uns und die ersten paralympischen Snowboard-Medaillen überhaupt, sondern auch viele Menschen berührt.

Der Augenblick im Ziel, als feststand: Gold. Und wenig später gleich noch einmal. Für Perathoner kaum in Worte zu fassen. „Zweimal Gold zu holen und das auch noch in Cortina, vor Freunden und Familie, das ist schon noch einmal etwas ganz Besonderes.“

Früher gehörte Emanuel Perathoner bereits zu den weltbesten Athleten im Snowboardcross und startete bei Olympia. Nach seiner schweren Trainingsverletzung 2021 kämpfte er sich als Para-Athlet zurück: „Eine Knieprothese bedeutet ja nicht sofort das Karriereende. Bei mir kamen allerdings Komplikationen dazu, heißt, ich habe auch Einschränkungen im Fußgelenk. Ich kann beispielsweise nicht gut abbiegen oder laufen, habe aber eine Methode entwickelt, mit der ich ganz gut snowboarden kann.“

Aufgeben war für Perathoner nie eine Option: „Was mich vor allem motiviert hat, immer weiterzumachen, ist einfach der Spaß am Sport.“ Und diesen Spaß, diese Leidenschaft, sieht man in seinen strahlenden Augen bei jedem einzelnen Wort, wenn er über das Snowboarden spricht. „Ich hatte so auch die Möglichkeit, eine ganz neue und vor allem besondere Welt kennenzulernen, die Paralympics, für mich persönlich eine echte Bereicherung.“ Emanuel Perathoner an diesem Sonntag ab 10:00 in Feuer und Flamme bei Magdalena Duml.