Sigi Fink in "Feuer & Flamme"

Wenn Sigi Fink über Wetter spricht, dann klingt das nicht nach Zahlen und Prognosen – sondern nach Leidenschaft. Der Eisacktaler Meteorologe, vielen als DER Wetterexperte bekannt, liebt nicht den makellosen Postkartenhimmel. Ganz im Gegenteil: „Ja, wenn es frühmorgens noch halbwegs sonnig ist und dann kommt im Laufe des Tages immer mehr das Schwarz dazu. Wenn die Wolken brodeln, wenn’s quellt, dann der Amboss, am Abend Gewitter, Sturm – das ist mein Wetter.“

Und nein, genervt ist er von den typischen Wetter-Sprüchen längst nicht mehr. „Bei mir stimmt es ja immer“, sagt er mit seinem Spitzbua-Grinsen. „Mit der Zeit lernt man einfach so zu formulieren, dass es auf jeden Fall passt.“ Obwohl Sigi heute großteils in Wien lebt, bleibt Südtirol seine Heimat. Mit dem oft grauen Wetter in Österreich habe er inzwischen Frieden geschlossen: „Mittlerweile ist dort nicht mehr so grau, wie man immer meint. Wenn ich an den Winter 2025 denke, da war’s durchwegs sonnig. Der Wind ist halt Thema – das Einzige, was nervt. Und an das Grandln muss man sich halt gewöhnen.“ Seine Karriere läuft derzeit auf mehreren Kanälen gleichzeitig: Neben Ö3 moderiert er seit Kurzem auch „Guten Morgen Österreich“ im ORF. Entstanden sei das ganz unkompliziert: „Ich wurde bei einem Kaffee mit einem Chefredakteur gefragt, ob ich Lust habe, ‚Guten Morgen Österreich‘ zu moderieren. Darauf habe ich geantwortet: Ja, ich will!“ Und was liebt er mehr – Radio oder Fernsehen? „Beim Radio habe ich das Team. Man freut sich, alle zu sehen. Die Leben der einzelnen kennt man. Das andere ist Fernsehen … von der Arbeit her aktuell interessanter, herausfordernder und intensiver.“

Sigi Fink diesmal bei Daniel Winkler im Sonntagsfrühstück „Feuer und Flamme“, auf Südtirol 1 (ab 10 Uhr).