Magdalena Messner in "Feuer & Flamme"

Zwischen Fels, Mythos und moderner Museumsarbeit bewegt sich Magdalena Messner souverän. Die Tochter von Reinhold Messner führt heute mit ihrem Team die Messner Mountain Museum – ein einzigartiges Ensemble aus sechs Standorten in Südtirol, das Bergkultur, Geschichte und existenzielle Fragen verbindet.

Was einst als visionäres Projekt eines Extrembergsteigers begann, ist heute ein kulturelles Aushängeschild. Neben dem Südtiroler Archäologiemuseum mit dem „Ötzi“ und den Gärten von Schloss Trauttmansdorff zählen die Messner-Museen zu den meistbesuchten Orten des Landes. „Wir sind wirklich stolz drauf. Weil es uns gelungen ist in diesen wenigen Jahrzehnten ein kulturelles Highlight zu werden und auch ein Erlebnisort an 6 ganz verschiedenen Orten.“ Dabei ist das Projekt auch wirtschaftlich eine Besonderheit. „Das wissen eben ganz viele nicht, aber wir funktionieren komplett autonom, ohne jegliche Subvention“, sagt Messner – und spricht damit einen Punkt an, der in der Kulturlandschaft sehr selten geworden ist. Der Weg dorthin war nicht immer leicht. Der berühmte Name Messner war in ihrer Kindheit nicht nur Türöffner. „Da gabs sehr viel Anfeindungen und für mich wars auch ein schwerer Moment, weil ich mir gedacht habe, ich kann meinen Papa nicht immer ein Leben lang verteidigen …“ Ein prägender Konflikt, der sie früh zur Selbstverortung zwang: „… dass er immer ein wichtiger Teil meines Lebens sein wird, aber trotzdem bin ich eben ich und muss nicht zu allem Stellung beziehen.“ Heute steht Magdalena Messner genau für diese Haltung: Verwurzelt im Erbe – und doch mit klarem eigenen Profil.

Diesmal im Sonntagsfrühstück auf Südtirol 1 (ab 10 Uhr), bei Daniel Winkler.