Luis aus Südtirol in "Feuer & Flamme"
Locker, bodenständig und immer mit einem Augenzwinkern: Wenn Manfred Zöschg als „Luis aus Ulten“ auftritt, dann spüren wir sofort, dass da mehr dahintersteckt als nur eine Rolle. „Weil er authentisch ist“, sagt Zöschg selbst.
„Ihn habe ich in mir gespürt. Er ist einmal aufgetaucht und dann hab ich ihn auf die Bühne gebracht.“ Viel verstellen muss er sich dafür nicht – Luis ist für ihn so was wie ein zweites Ich. Und genau das macht den Reiz aus: Diese Figur wirkt nicht gespielt, sondern authentisch. Dass man sich in so eine Rolle auch verlieben kann? Zöschg winkt lachend ab: „Nein, das nicht. Denn der Luis kann auch ziemlich lästig sein.“ Dieser Satz zeigt, wie viel Ehrlichkeit in seinem Humor steckt. Luis ist eben keiner, der geschniegelt durchs Leben geht – er ist kantig, direkt und manchmal unbequem – einer von uns halt. Genau deshalb lieben ihn die Leute. Die Anfänge waren dabei alles andere als geplant. „Der Luis im Auto ist einfach passiert“, erinnert sich Zöschg. Kurze Videos, spontan aufgenommen, ohne großen Plan. Dass daraus ein viraler Erfolg wurde, verdankt er vor allem seinen ehemaligen Schülern: „Die haben die Videos damals angeschaut – und dann sind sie durch die Decke gegangen.“ Ein bisschen Zufall, viel Gespür und die richtige Portion Alltag. Jetzt steht allerdings ein Abschied im Raum. Ende Mai startet die Luis aus Südtirol-Abschiedstour, mit Stopps unter anderem in Brixen, Bruneck und Meran. Und dann? „Ich bin nicht einer, der etwas groß ankündigt und es danach nicht einhält“, sagt Zöschg. Ganz aufhören? Vielleicht nicht ganz. Kleine Ideen wie neue „Luis im Auto“-Clips könnten bleiben. Aber die große Bühne wird ruhiger. „Ich habe ein feines Daheim, komm mit meiner Frau gut aus und ich fühl mich wohl.“ Und das Ultental ruft sowieso immer wieder. Einer, der weiß, wann genug ist – und dabei immer echt bleibt. Oder, wie wir bei uns sagen: a guater Typ.
Luis diesmal in „Feuer und Flamme“ dem Sonntagsfrühstück auf Südtirol 1, bei Daniel Winkler (ab 10 Uhr).
