G’sundes Südtirol im Jänner: Sport im Winter
Wer auch im Winter draußen regelmäßig und vernünftig Sport betreibt, stärkt das Immunsystem, die Venen und es bringt vor allem gute Laune, erklärt unser Radio-Dr. Christian Thuile.
Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lautet für Erwachsene im Winter: zwei bis drei Stunden moderate Bewegung pro Woche, bestehend aus Kraft und Ausdauer.
Über die Hälfte bei uns gibt an, sich auch im Winter regelmäßig draußen zu bewegen. Viele gehen spazieren oder machen Schneeschuhwanderungen, wir sehen aber auch in den kalten Monaten zahlreiche Läufer. Direkt dahinter reihen sich die Skifahrer ein, fast gleichauf sind inzwischen schon die Skitourengeher. Danach kommen die Rodler, das Langlaufen erfreut sich konstanter Beliebtheit und rund 13% treten auch im Winter draußen in die Pedale. 8-10% sagen regelmäßig Eislaufen zu gehen oder Eishockey zu spielen.
Winterluft befeuchtet die Schleimhäute unserer Atemwege und macht es für Krankheitserreger schwieriger sich dort anzusiedeln. Die Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen und wichtig: dazu Bewegung, das stärkt unsere Abwehr ganz enorm. Durch die Anstrengung schütten wir außerdem wichtige Botenstoffe aus, die Immunzellen für Bakterien- und Virenangriffe aktivieren.
Je mehr Bewegung wir auch im Winter bei moderaten Temperaturen draußen einplanen, umso besser stärken wir unsere Venen und beugen vor allem Krampfadern vor. Allerdings führt Heizungsluft und zu enge Schuhe oder auch Socken mit zu engem Gummibund dazu, dass das Blut in den Venen staut, die Beine anschwellen und auch anfangen können zu kribbeln.
Durch regelmäßigen Sport das ganze Jahr über, tun wir auch unseren Knochen viel Gutes, vor allem, wenn es uns gelingt diesen bei Tageslicht durchführen. Das UV-Licht der Sonne regt die Vitamin-D-Produktion an und dadurch kann Kalzium besser im Knochen eingelagert werden und macht sie stabiler, genauso wie die Bewegung selbst.
Sport im Winter wirkt zudem am besten von allen naturheilkundlichen Methoden gegen die so genannte Winterdepression. Auch hierfür kommt es darauf an, sich möglichst oft bei Tageslicht zu bewegen, das hängt direkt mit dem so genannten Glückshormon Serotonin zusammen.
Als einige der wichtigsten Fehler beim Sport im Winter im Freien nennt Dr. Thuile: Sich nicht aufzuwärmen, denn Muskeln und Sehnen sind bei Kälte verletzungsanfälliger. Nicht durch die Nase einzuatmen, dadurch wird die Luft aufgewärmt, atmen wir durch den offenen Mund ein, ebnen wir Erkältungserregern Tür und Tor. Uns nicht ausreichend anzuziehen, der so genannte Zwiebellook schützt uns am besten vor dem Auskühlen, Mütze und Stirnband sorgen dafür, dass wir auch nicht zuviel Wärme über den Kopf verlieren, Handschuhe und Socken schützen unsere Gliedmaßen.
In unserer Gesundheitspraxis bekommen Sie Infos und Tipps vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor: Dr. med. univ. Christian Thuile. Ihre Fragen zum aktuellen Thema können Sie uns auch mailen.
