Gartentipps: Warum Sie alte Farne nicht abschneiden sollten
Farne gehören zu den pflegeleichten und zugleich besonders dekorativen Pflanzen im Garten. Gerade im Frühling wirken die alten, braunen Wedel allerdings oft unschön – viele Hobbygärtner greifen deshalb zur Schere. Doch genau das sollten Sie nicht tun.
Alte Farn-Wedel besser stehen lassen
„Meine Bitte: Tun Sie aber bitte nicht!“, sagt unser Gartenexperte Andreas Modery – denn entgegen der Gewohnheit, im Frühjahr alles Welke zu entfernen, erfüllen die alten Wedel noch wichtige Aufgaben.
Sie schützen die jungen Triebspitzen vor äußeren Einflüssen und tragen gleichzeitig zur natürlichen Nährstoffversorgung bei. Während sie sich zersetzen, entsteht Humus – eine zusätzliche Düngung ist dadurch oft gar nicht notwendig.
Natürlicher Mulch schützt den Boden
Farne produzieren sozusagen ihren eigenen Mulch. Die alten Pflanzenteile bleiben am Boden liegen und bieten gleich mehrere Vorteile:
- Schutz vor Austrocknung im Sommer
- Weniger Unkrautwachstum
- Verbesserte Bodenstruktur
Wer die alten Wedel stehen lässt, spart sich also gleich doppelt Arbeit im Garten.
Der richtige Standort für Farne
Falls Sie noch keinen Farn im Garten haben: Farne verwandeln auch unscheinbare Schattenecken in ein echtes Highlight.
Damit sie optimal wachsen, sollten Sie auf folgende Bedingungen achten:
- schattiger bis halbschattiger Standort
- gleichmäßig feuchter Boden
- vorherige Bodenverbesserung mit Kompost (ideal: Laubkompost), Torf oder Rindenhumus
Fazit: Weniger schneiden, mehr profitieren
Auch wenn es im ersten Moment ungewohnt erscheint: Alte Farn-Wedel im Frühling stehen zu lassen, bringt viele Vorteile für Pflanze und Boden. Wer der Natur hier ihren Lauf lässt, wird mit gesunden, kräftigen Farnen belohnt.
