Gartentipps: Das hilft gegen Trauermücken bei Zimmerpflanzen

Gerade in den Wintermonaten tauchen sie häufig auf: Trauermücken, oft auch „schwarze Fliegen“ genannt. Sie breiten sich in Wohnräumen rasch aus, kriechen über die Blumenerde und sammeln sich an Fenstern. Lästig sind vor allem ihre Larven – sie können Zimmerpflanzen ernsthaft schädigen.
Was sind Trauermücken – und warum sind sie ein Problem?
Erwachsene Trauermücken richten an Pflanzen keinen Schaden an. Problematisch wird es jedoch, wenn sie sich stark vermehren und ihre Eier in feuchte Blumenerde legen. Aus diesen Eiern schlüpfen weißlich-graue Larven, etwa 6 bis 7 Millimeter lang, die sich von organischem Material ernähren.
Dabei fressen sie auch feine, lebende Pflanzenwurzeln. Die Folge: Die Pflanzen können Wasser und Nährstoffe schlechter aufnehmen, beginnen zu welken und können im schlimmsten Fall absterben. Zudem wird die Verankerung der Pflanze im Boden geschwächt.


Ursachen für Trauermückenbefall
Ein Trauermückenbefall steht häufig im Zusammenhang mit:

  • zu feuchter Blumenerde
  • Staunässe und faulenden Wurzeln
  • hohem Kompostanteil in der Erde

In solchen Bedingungen vermehren sich die Larven besonders gut.


Trauermücken bekämpfen: Diese Maßnahmen helfen
Je nach Stärke des Befalls gibt es verschiedene Möglichkeiten, Trauermücken einzudämmen:
Gelbsticker gegen erwachsene Mücken?Gelbe Klebesticker oder -tafeln locken die erwachsenen Trauermücken an. Sie bleiben am Leim haften und können so abgefangen werden. Bei starkem Befall reicht diese Methode allein jedoch meist nicht aus.


Nematoden gegen Larven im Boden?

Gegen die schädlichen Larven werden spezielle Nematoden eingesetzt. Diese Nützlinge sind im Fachhandel erhältlich und wirken gezielt gegen Trauermückenlarven in der Erde.


Richtig gießen

Da Trauermücken Feuchtigkeit lieben, sollte die Erde nicht dauerhaft nass sein. Weniger gießen hilft, den Lebensraum der Larven einzuschränken.


Substrat abdecken

Eine dünne Schicht aus Sand, Kieselsteinen oder Blähton auf der Erdoberfläche erschwert den Mücken das Ablegen ihrer Eier und reduziert den Befall.


Gut zu wissen: Trauermücken vorbeugen
Oft gelangen Trauermücken bereits über die Blumenerde ins Haus. Ein hoher Kompostanteil begünstigt die Eiablage. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann neue Erde vor der Verwendung sterilisieren oder gleich auf mineralische Substrate wie Blähton, Lava oder Bims setzen – dort ist ein Befall kaum möglich.
Ist eine Pflanze stark betroffen, kann auch Umtopfen helfen: Alte Erde vollständig entfernen und durch frisches Substrat ersetzen, um die Trauermücken loszuwerden.