Die Landesbäuerin in "Feuer & Flamme"

Seit bald acht Jahren steht Antonia Egger an der Spitze der Südtiroler Bäuerinnenorganisation. Die Bäuerin vom Obermaurerhof in Jenesien vertritt heute mehr als 17.000 Bäuerinnen im ganzen Land und ist für viele zu einer wichtigen Stimme der Landwirtschaft geworden.

Aber wie sieht der Alltag einer Landesbäuerin eigentlich aus? „Mein Job ist es zu Netzwerken, viele Sitzungen und viele Austausche. Es ist aber nicht so, dass ich jeden Tag als Landesbäuerin unterwegs bin“, erzählt Antonia Egger. Die Aufgaben außerhalb des Hofes sind abwechslungsreich, aber auch eine sehr willkommene Abwechslung zum anstrengenden Alltag in der Landwirtschaft. „Oft ist es auch eine kurze Auszeit, denn die Arbeit am Hof ist oft sehr streng. Auch ein Moment der Erholung.“ Trotz ihrer landesweiten Tätigkeit ist ihre Verwurzelung im Heimatdorf Jenesien deutlich spürbar. Fragt man sie, was Heimat für sie bedeutet, kommt die Antwort ohne Zögern: „Heimat bedeutet mir Südtirol. Wenn ich auf meinem Hof bin, auf meinem Acker stehe und den Rosengarten, den Latemar und den Schlern sehe – dieser Blick ist für mich Heimat.“ Besonders schätzt die Landesbäuerin die Begegnungen mit Menschen. Das zeigt sich auch bei der Frage nach ihrem schönsten Moment als Bäuerin. Einen einzelnen könne sie gar nicht nennen: „Es waren so viele Momente. Jede Begegnung mit Bäuerinnen ist für mich ein netter Moment.“ Vielleicht beschreibt genau das ihre Rolle am besten: Antonia Egger ist Brückenbauerin, Zuhörerin und Netzwerkerin. Eine Frau, die die Anliegen der Bäuerinnen sichtbar macht und dabei nie vergisst, wo ihre eigenen Wurzeln liegen.

An diesem Wochenende im Sonntagsfrühstück „Feuer & Flamme“ auf Südtirol 1, bei Daniel Winkler.