Der Theater-Präsident in "Feuer & Flamme"
Seit zwei Jahren steht Rene Mair an der Spitze des Südtiroler Theaterverbandes – und tritt damit in große Fußstapfen. Sein Vorgänger Klaus Runer prägte den Verband über drei Jahrzehnte.
Ein Maßstab, der Respekt einflößt, aber für Mair kein fixer Plan ist: „30 Jahre lang ist eine sehr lange Zeit, aus heutiger Sicht. Ich stell mir persönlich den Anspruch mit Emotion, Energie und einem Plan in so eine Präsidentschaft, aber man muss schauen, dass man nicht in der Betriebsblindheit landet.“ Diese Haltung zieht sich durch seine Arbeit: engagiert, reflektiert und mit Blick auf das große Ganze. Denn die Präsidentschaft ist für Mair kein Selbstzweck, sondern Verantwortung. Sollte die nötige Klarheit verloren gehen, würde er Konsequenzen ziehen – „nicht für mich, sondern zum Wohl des Verbandes“. Dass dieses Amt viel Zeit fordert, überrascht ihn nicht – wohl aber, wie intensiv sich alles verbinden muss. Denn hauptberuflich ist Mair Lehrer an der Landeshotelfachschule Kaiserhof in Meran. Seit 20 Jahren unterrichtet er als Fachlehrer für Restaurantführung und schätzt besonders die Arbeit mit jungen Menschen: „Ich sag immer, ich habe das Glück mit jungen Menschen arbeiten zu dürfen. Eine tolle Aufgabe.“ Gerade diese Energie scheint er auch in den Theaterverband einzubringen. Trotz ehrenamtlicher Struktur bleibt seine Motivation hoch: „Die positive Energie bei der Arbeit gibt mir viel Kraft.“ Ein Höhepunkt steht jetzt unmittelbar bevor: 75 Jahre Theaterverband Südtirol in der Messe Bozen. Gefeiert wird an diesem Wochenende (Samstag und Sonntag) – offen für alle. „Wir feiern das nach außen und nach innen. Einmal mit den ganzen Theaterleuten, aber vor allem auch mit dem Publikum – denn ohne ihm ist gar nix.“ Vier Bühnen sorgen für ein dichtes Programm, bei dem Theater parallel erlebbar wird.
Wir tauchen ein in die Welt von Rene Mair – an diesem Wochenende in „Feuer & Flamme“, dem Sonntagsfrühstück auf Südtirol 1, bei Daniel Winkler (ab 10 Uhr).
