Dem Wunder Natur auf der Spur: Lukas Schäfer im Sonntagsfrühstück
Manchmal muss man eine Leidenschaft loslassen, um eine neue für sich zu entdecken. Lukas Schäfer hat diesen Wandel selbst erlebt. Aus der Welt der Skipisten führte ihn sein Weg hinein in die Naturfotografie. Heute ist es die Stille der Natur, in der der Pusterer seine besonderen Momente findet - Augenblicke, die sich nicht planen oder erzwingen lassen.
Geboren 1992 und aufgewachsen in St. Georgen im Pustertal, war Lukas schon als Kind von Bergen umgeben. Seine Eltern nahmen ihn früh mit hinaus in die Natur, besonders die Tiere faszinierten ihn. „Ich war nie der Junge, der irgendwo still herumsitzen konnte, außer beim Fischen, da konnte ich das stundenlang. Ein Freund meines Vaters hat mich dann auch immer mal wieder mitgenommen, mir die Vogelwelt gezeigt, die mich auch immer fasziniert hat!“
Lange suchte Lukas den Nervenkitzel als professioneller Freeskier. Mehrere Verletzungen zwangen ihn schließlich, neue Wege einzuschlagen. Er entdeckte die Naturfotografie und das Filmemachen. Die Kamera wurde zu seinem Werkzeug, um der Natur näherzukommen. Was zunächst eine Entdeckung war, wurde zur Berufung.
Seither verbringt Schäfer unzählige Stunden draußen: bei frühen Aufstiegen, in eisiger Kälte, während Schneestürmen oder verborgen in der Landschaft. Er übernachtet im Freien, zieht über Gletscher und Vulkane und wartet geduldig auf den richtigen Augenblick. Nicht jeder Tag bringt das erhoffte Bild. Doch genau darin liegt der Reiz: beobachten, warten und offenbleiben für das Unvorhersehbare.
Seine Arbeit wird international ausgezeichnet und in Galerien und Museen gezeigt. Für die ORF-Reihe UNIVERSUM ist er in den heimischen Bergen und in Ländern wie Kasachstan, Tadschikistan und Kirgisistan unterwegs. Seine Aufnahmen waren auch schon bei ARTE und ServusTV zu sehen.
Was ihn antreibt, beschreibt er selbst: „Die Fotografie hat mein Leben und meine Sichtweise verändert.“ Sie habe ihm eine Welt voller Wunder gezeigt, die ihm sonst verborgen geblieben wäre.
