Alt-Landeshauptmann Durnwalder in "Feuer & Flamme"

Wenn Luis Durnwalder am 23. September seinen 85. Geburtstag feiert, kann er auf ein Stück Südtiroler Geschichte zurückblicken. Vom Bürgermeister von Pfalzen über den Direktor des Südtiroler Bauernbundes und Landesrat unter Silvius Magnago bis an die Spitze des Landes: 25 Jahre lang, von 1989 bis 2014, war Durnwalder Landeshauptmann.

Sein politisches Vermächtnis verbindet er vor allem mit der Entwicklung Südtirols und der Autonomie. „Wir waren einmal die ärmste Provinz Italiens, mittlerweile sind wir die wirtschaftlich Beste – das ist nicht von selbst gekommen, sondern vor allem von allen Südtirolern und das war nur möglich, weil wir die Autonomie haben“, sagt Durnwalder. Heute lebt der Altlandeshauptmann mit seiner Familie in Tschirland. Ganz losgelöst von seiner Heimat hat er sich dennoch nie. „Ich bin ein Pustrer und ich werde auch immer einer bleiben. Eigentlich bin ich aber in ganz Südtirol daheim. Ich mach eigentlich keinen Unterschied. Hab auch nie einen gemacht. Ich hab versucht, denen zu helfen, denen es notwendig war.“ Und dann ist da noch das Watten. Es passt zu Durnwalder, dass Politik und Kartenspiel bei ihm gar nicht so weit auseinanderliegen: Beides bringt Menschen zusammen, beim einen wie beim anderen wird geredet, gelacht und manchmal auch taktiert. „Ich spiele gerne Watten, weil es eine einfache, unkomplizierte Form ist, mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Auch zu scherzen. Denn während man lacht, kennt man die Leute auch und man kriegt Sachen heraus, die man so nicht erfahren würde!“ Nur eines sollte man dabei nicht vergessen: Durnwalder spielt zwar gerne – verlieren tut er offenbar immer noch nicht besonders gern. Was der 85-Jährige heute über Südtirol denkt, wie er sein Verhältnis zum amtierenden Landeshauptmann Arno Kompatscher sieht, wer seiner Meinung nach einmal dessen Nachfolger werden könnte und was er selbst heute macht – darüber spricht Luis Durnwalder ausführlich.

Das ganze Interview mit dem Altlandeshauptmann an diesem Sonntag, ab 10 Uhr bei Daniel Winkler