Album Check: Pitbull - Pitcoin
Wer sein Gesicht auf eine goldene Münze prägt, hat offenbar wenig Probleme mit dem Selbstbewusstsein. Wer sich selbst „Mr. Worldwide“ nennt ebenfalls nicht. Doch dafür war Pitbull ja immer schon bekannt. Die Gästeliste seines neuen Albums schlägt genau in diese Kerbe.
Enrique Iglesias, Lil Jon, Jason Derulo und Akon feiern mit. Sogar KISS und Bon Jovi stehen auf der Liste. Pitbull macht hier nicht den Eindruck, wäre er bei seiner Auswahl rein auf seinen persönlichen Musikgeschmack reduziert gewesen.
Gerade die Rockgäste liefern den schnellen Wiedererkennungseffekt. In „Reach for the Stars“ trifft der KISS-Klassiker „Rock and Roll All Nite“ auf Pitbulls Partywelt. „Now or Never“ baut auf Bon Jovis „It’s My Life“. Bekannte Refrains bekommen einen neuen Einsatzplan: erst mitsingen, dann weitertanzen.
Dazwischen wechseln Latin-Pop, Clubbeats und Salsa die Plätze. Spanisch und Englisch stehen ebenso selbstverständlich nebeneinander wie alte Bekannte und neue Kombinationen. Pitbulls Heimat Miami bleibt dabei mehr als eine Adresse. Sie ist der gemeinsame Nenner dieser Musik, in der sich ständig unterschiedliche Welten begegnen.
Bei 24 Songs wird aus der großen Einladung ein langer Abend. Vieles setzt auf vertraute Zutaten. Das macht „PITCOIN“ berechenbar, aber auch leicht zugänglich: Wer seine Mischung aus großen Refrains, Rap und Feierlaune mag, findet hier reichlich Nachschub. Die goldene Münze auf dem Cover verspricht Glanz. Bezahlt wird mit Bewegung.
