Album Check: Niall Horan - Dinner Party

Mit „Dinner Party“ zeigt Niall Horan eine Seite, die man im modernen Pop nur noch selten hört. Statt auf große Effekte setzt er auf echte Instrumente, warme Produktionen und Songs, die atmen dürfen.

Ausgangspunkt des Albums ist die Begegnung mit seiner Freundin Amelia auf einer Dinnerparty. Daraus entsteht eine Sammlung von Liedern über Liebe, Verlust und die Menschen, die unser Leben verändern. Und genau in diesen Momenten sind die neuen Songs besonders stark - wenn sie Gefühle zulassen ohne diese künstlich zu dramatisieren.
Nicht jeder Song bleibt hängen. Vor allem im Mittelteil verliert das Album etwas an Spannung. Doch gegen Ende gewinnt „Dinner Party“ noch einmal an Gewicht. Mit „End of an Era“, das nach dem Tod von Ex-Bandkollege Liam Payne überarbeitet wurde, gelingt Horan ein bewegender Abschluss über Abschied und Vergänglichkeit.
Die größte Stärke des Albums liegt darin, dass es nichts beweisen will. Niall Horan erfindet sich nicht neu und jagt keinen Trends hinterher. Stattdessen macht er ehrliche, unaufgeregte Musik. Und genau das macht „Dinner Party“ zu einem Album, das nach dem Durchhören ein wohlwollendes Kopfnicken hinterlassen könnte.