Sie wird bis zum 31. Oktober jeweils von 10 bis 18 Uhr zugänglich sein, montags bleibt das Schloss geschlossen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht heuer König Ludwig I. von Bayern, der eine enge und interessante Beziehung zum Schloss hatte, und das einzigartige Bauwerk für die Romantik interessant machte.
„Die Sehnsucht eines Königs" nennen die Kuratoren die Ausstellung, die mit einzigartigen Stücken aufwarten kann, u.a. einem Gästebuch in welchem neben König Ludwig eine Reihe anderer wichtiger und berühmter Runkelstein-BesucherInnen eingetragen sind.
König Ludwig I. lebte zwischen 1786 und 1868, in einer Zeit also, in welcher Bozen auch bayrisch war (1806 bis 1809), wie Stadtrat Helmut Rizzolli auf der Vorstellungspressekonferenz erläuterte.
Schloss Runkelstein habe übrigens auch als Vorbild für die romantischen Schlösser in Deutschland (Hohenschwangau, Neuschwanstein) gedient. Die Ausstellungstücke bergen eine ganze Reihe von Überraschungen – so wird beispielsweise die Totenmaske von Napoleon Bonaparte zu sehen sein, welche im Meraner Museum „entdeckt" wurde.
Eine weitere Entdeckung ist das verschollen geglaubte Bildnis der berühmten Münchner Schauspielerin von Constanze Dahn, zu sehen ist auch das erste Paar Schuhe von Ludwigs Sohn Maximilian II, sowie Entwürfe für die Schlafgemächer auf Neuschwanstein. Zur Ausstellung erscheint wieder eine umfangreiche Publikation, an welcher neben Stadrat Helmut Rizzolli, der Kurator der Ausstellung Andrè Bechtold und der Historiker Walter Schneider mitgearbeitet haben.