Gene Hackman, zweifacher Oscar- und dreifacher Golden-Globe-Gewinner, kann seine Trophäensammlung jetzt um eine weitere begehrte Auszeichnung erweitern. Bei der 60. Golden-Globe- Verleihung am Sonntagabend in Los Angeles erhielt der Hollywoodstar den Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk. Hackmanns Werk umfasst über 80 Filme. Schon als kleiner Junge habe er gerne Schauspieler werden wollen, sagte der 72-Jährige in seiner Dankesrede. Als Empfänger des Ehren-Globe gehört Hackman nun zur Schar prominenter Preisträger wie Audrey Hepburn, Jack Lemmon, Robert Redford, Sean Connery und Harrison Ford. Als Sohn eines Druckers wuchs Hackman in einer Kleinstadt im US-Staat Illinois auf. Am "Pasadena Playhouse" lernte er später an der Seite von Dustin Hoffman sein Handwerk als Schauspieler. Seine erste größere Rolle spielte er 1964 in dem Streifen "Lilith" mit Warren Beatty, der ihn drei Jahre später für "Bonnie and Clyde" engagierte. Als Clydes Gangster-Bruder erhielt Hackman seine erste Oscar-Nominierung. Der große Durchbruch gelang ihm 1971 mit "French Connection". Als knallharter Drogen-Cop kam Hackman zu Oscar- und Golden-Globe-Ehren. Einen solchen Doppelerfolg konnte er 20 Jahre noch einmal feiern - als bester Nebendarsteller in dem Western "Erbarmungslos"; Hackman spielte einen sadistischen Sheriff. Seinen dritten Golden Globe holte sich Hackman vor einem Jahr als bester Komödiendarsteller in der Familiensatire "The Royal Tenenbaums". Hackmans Karriere zeichnet sich vor allem durch die Bandbreite seiner Rollen aus. In "Scarecrow" spielt er einen Landstreicher, in "The Conversation" ("Der Dialog") einen paranoiden Abhörspezialisten. In dem Travestie-Klassiker "The Birdcage" schlüpfte er in Frauenkleider. Den Goldenen Bären bei den Berliner Filmfestspielen holte er sich 1989 als FBI-Agent in dem Rassismus-Drama "Die Wurzel des Hasses". Mit seinem früheren Studienkollegen Dustin Hoffman kommt Hackman als nächstes in dem Streifen "Runaway Jury" in die Kinos.