Spektakulärer Wanderweg Martell

Wild - spektakulär - atemberaubend. Im hintersten Martelltal eröffnen sich Besuchern einzigartige Aussichten.

Der Plima-Schluchtenweg wurde gestern, Sonntag, den 18. Juni eröffnet. Bereits im Vorfeld hatte er im Ausland für reichlich Schlagzeilen gesorgt. Bis in die internationalen Zeitungen hat es das Naturdenkmal geschafft. Doch worum geht es dabei überhaupt?

Die Plima ist jener Bach, der durch das Martelltal fließt. Das Schmelzwasser der Plima hat im Hintermartelltal eine große Schlucht ausgespült. Bisher war dieses Naturdenkmal, welches das Eis und die Schneeschmelze der Marteller Gletscher in Jahrtausenden geformt hatten, kaum zugänglich. Lediglich Extremsportler mit besonderen Fähigkeiten konnten früher diese Schucht begehen. Nun wurde genau dort, wo das Gletscherwasser tosend in die Tiefe stürzt, ein Erlebniswanderweg eröffnet. Dieser wurde am Sonntag nun erstmals offiziell begangen.

Vier Aussichtsplattformen führen die Besucher an markante Punkte am und über den Rand der Schlucht. Diese bieten atemberaubende Ausblicke hinunter in die Schlucht und hinauf in die beeindruckende Bergwelt. Etwa eineinhalb Stunden Gehzeit benötigt man für den neuen, fünfeinhalb Kilometer langen Rundwanderweg und gewinnt so ungeahnte Einblicke in ein wildes Bergwasser-Spektakel.

Kunstvoll gefertigte Stahlkonstruktionen in Form einer Kanzel, einer Hängebrücke, einer Sichel und einer Kelle führen Besucher „so nah wie möglich ans Wasser“. Architektin Heike Pohl hat diese avantgardistischen Plattformen geschaffen. „Unser Zugang war jener, die Schlucht von oben erlebbar zu machen. Wir möchten Menschen aus dem Wald heraus und zur Abbruchkante hinführen und mit drei unterschiedlichen Aussichtspunkten und der Brücke Variationen von diesem Schluchtenerlebnis ermöglichen.

Auftraggeber war die Gemeinde Martell. Die Idee von diesem Projekt ist nicht neu, sie geisterte schon seit 20 Jahren herum. Bürgermeister Georg Altstätter zeigt sich zufrieden. „Es ist gut gelungen, diesen Erlebniswanderweg gut in die Natur einzubinden. Der Eingriff wurde punktuell gemacht und wir haben uns bemüht die Natur darum in Takt zu lassen“, sagt er.

Mehr Infos für Ihren nächsten Wanderausflug im Martelltal finden Sie hier:

http://www.comune.martello.bz.it/system/web/news.aspx?menuonr=218865549&detailonr=225038715-825