Sicher Spenden

Laut einer Schätzung spenden Südtiroler jedes Jahr ca. 100 Millionen Euro. Diese Großzügigkeit lockt aber leider auch Abzocker an. Aus diesem Grund wurde das Zertifikat „Sicher Spenden" ins Leben gerufen. Derzeit gibt es 42 Organisationen die überprüft worden sind und das Zertifikat „Sicher Spenden“ anführen dürfen. 

10 Tipps und Warnhinweisen - Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Geld spenden 

1. Informiert handeln 

Spenden Sie nicht impulsiv, entscheiden Sie überlegt, wem Sie Ihr Geld geben. Seriöse Organisationen bieten ausführliche Informationen und Rechenschaftsberichte über ihre Projekte und Aktionen. Informieren Sie sich genau, mit wem Sie es zu tun haben. 

2. Kein Zeitdruck 

Eine Spende ist freiwillig. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – weder am Telefon, an der Haustür, auf der Straße, noch durch Werbung und schriftliche Spendenaufrufe. Sie dürfen in aller Ruhe darüber nachdenken, wem und wie viel Sie spenden wollen! Vertrauenswürdige Sammler lassen Spendern Zeit und stehen auch für Rückfragen zur Verfügung. Eile ist nicht nötig. 

3. Sachliche Werbung 

Spendenwerbung sollte sachlich sein und sparsam eingesetzt werden. Stark gefühlsbetonte, Mitleid erregende Bilder sind oft ein klares Zeichen für Abzocker. Nicht Mitleid, Angst und Abscheu sollten eine Spende bewirken, sondern Mitverantwortung, Solidarität oder Nächstenliebe. 

4. Gezielt spenden 

Konzentrieren Sie Ihr Geld eher auf einige wenige Hilfsorganisationen. Spenden Sie lieber einen großen Betrag an eine Organisation, als viele kleine an mehrere Organisationen. Damit helfen Sie nachdrücklicher und vermeiden zudem Verwaltungskosten. 

5. Überweisung statt Sammeldose 

Bargeld sollte nur gespendet werden, wenn der Empfänger persönlich bekannt und vertraut ist. Eine Überweisung ist zudem immer nachvollziehbar und überprüfbar. Geldspenden sollten auch deshalb über Bank oder Post überwiesen werden, weil Sie Ihre Spenden an eingetragene gemeinnützige Organisationen von der Steuer absetzen können. Von den Organisationen erhalten Sie hierzu eine Spendenbestätigung. 

6. Fördermitgliedschaften 

Manchmal wird vorgegeben, Unterschriften für ein an sich gutes Anliegen zu sammeln. Mit der Unterstützungserklärung schreiben Sie sich aber in Wirklichkeit in eine Organisation ein und verpflichtet sich, Mitgliedsbeiträge zu bezahlen. Geben Sie gut acht. Eine seriöse Fördermitgliedschaft ist hingegen von Anfang an klar erkennbar: Sie verpflichten sich damit für eine regelmäßige Spende und wissen wo sie ankommt. 

7. Vorsicht bei manchen Profi-Fundraisern 

Sehr oft arbeiten seriöse Vereine auch mit professionellen Fund-Raising-Firmen zusammen. Diese verkaufen z. B. Eintrittskarten für ein Benefizkonzert mit dem Hinweis, dass der Erlös an die Hilfsorganisation geht. Der größere Teil des Geldes fließt in manchen Fällen aber an den kommerziellen Fund-Raiser. 

8. Achtung bei betrügerischen E-Mails 

Betrüger versenden E-Mails mit Links auf gefälschte Seiten mit Spendenformularen, die denen seriöser Organisationen ähneln. Überweisen Sie nie Geld auf Konten, deren Nummer Sie aus zweifelhaften E-Mails haben. 

9. Vorsicht bei angeblichen Behindertenprodukten 

Betrüger bieten Ihnen an der Haustür manchmal Waren an, die angeblich Menschen mit Behinderung gefertigt haben, z. B. mit dem Mund oder dem Fuß gemalte Bilder. Das ist oft Betrug. Werkstätten für Behinderte verkaufen meist in eigenen Läden sowie auf Weihnachtsmärkten. 

10. Spendensiegel 

Damit Spenden in die richtigen Hände geraten, vergibt das Garantiesystem Sicher Spenden ein Spendensiegel. Organisationen, die dieses Zeichen tragen sind vertrauenswürdig, denn sie haben sich zu Transparenz und Offenheit verpflichtet. Dafür steht das Logo.