Licht - das Brot der Pflanzen

Licht ist das Brot der Pflanzen. Aber gerade in den Wintermonaten sind die Tageslänge und die Sonnenscheindauer deutlich kürzer als im Sommer.  Zwar werden die Tage schon seit dem 21.12. schon wieder länger, aber um beste Bedingungen für unsere Zimmerpflanzen zu sorgen, lohnt es sich den Lichtbedarf der Pflanzen zu hinterfragen. 

  • Wie lässt sich die Lichtstärke eigentlich messen?

Die Lichtstärke wird in Lux gemessen. Um sich die Lux-Werte vorstellen zu können hier zwei Beispiele:An einem sonnigen Südfenster liegen die Werte in den Sommermonaten bei 20.000 Lux.An einem Nordfenster bei rund 5000 Lux. Diese Werte werden direkt am Fenster gemessen.

In einem Meter Abstand misst man nur noch 70 % der Lichtstärke. Je weiter wir also von Fenster weggehen, desto schneller sinkt die Lichtstärke. Die genauen Werte lassen sich mit einem einfachen Gerät, dem Luxmeter, das im Fotohandel erhältlich ist, ermitteln.

  • Wieviel Lux brauchen die Zimmerpflanzen und wie viel Licht steht ihnen an den Wintermonaten zur Verfügung?

Viele Pflanzen beginnen erst am 10000 Lux zu gedeihen.  Die meisten Zimmerpflanzen brauchen Lichtstärken zwischen 1.500 und 5.000 Lux. Das absolute Minimum an Licht, das eine Pflanze zum Leben braucht liegt bei 700 bis 1000 Lux. An einem bewölkten Wintertag kann die Lichtintensität – direkt am Fenster - unter 500 Lux betragen. 

  • Woran erkenne ich die Lichthungrigen Zimmerpflanzen?

Expertentipp: Werfen Sie einen Blick auf die Blätter!

Zu den Sonnenanbetern zählen alle Pflanzen, deren Blätter behaart oder bereift, mit einem Wachs- oder Filzüberzug versehen und so vor Sonnenbrand geschützt sind, meist Sukkulente wie Fetthenne oder Echeveria.

Fleischiges Laub wie das der Wachsblume oder Kranzschlinge verrät den Wunsch nach viel Licht, ohne dabei der prallen Mittagssonne ausgesetzt zu sein.

Große, weiche Blätter, wie die von Zimmerlinde oder Gloxinie, sowie das gefiederte Laub von Farnen und Palmen offenbaren helle bis halbschattige Standortwünsche.

Keine Sonne vertragen bunte Blätter wie die der Maranten. Sorten mit weiß- oder gelbgemustertes Laub brauchen hellere Plätze als ihre grünblättrigen Verwandten.

Wissenswertes: Je wärmer und heller eine Pflanze steht, desto aktiver wächst sie und desto mehr Wärme, Wasser und Dünger verträgt sie. Die sogenannten Pflanzleuchten werden nur in Zimmerecken benötigt.