Kopflaus: Die Mythen

Es krabbelt wieder auf den Köpfen unserer Kinder! Die Kopfläuse sind jetzt im Herbst wieder im Umlauf. Rund um die kleinen Tierchen gibt es viele Halbwahrheiten, z.B. dass sie auf Mützen lauern. Wir machen den Faktencheck!

Mythos Nummer 1: Wer Läuse hat, wäscht sich nicht
Falsch! Lausbefall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Auch häufiges Haarewaschen hilft nicht gegen Läuse. Wo viele Menschen zusammentreffen und die Köpfe zusammenstecken (Schulen und Kindergärten) verbreiten sich die Läuse. Übrigens Kopfläuse können weder springen noch fliegen und werden auch nicht von Tieren übertragen.  

Mythos Nummer 2: Läuse werden auch über Mützen übertragen
Nein, nur ganz selten werden Läuse über Kopfbedeckungen, Stofftiere und Bettwäsche übertragen. Die Tiere brauchen alle 3 Stunden menschliches Blut. Bekommen sie das nicht sind Kopfläuse nach drei Tagen tot. Außerdem finden die Kopfläuse nur auf dem menschlichen Kopf die idealen Lebensbedingungen.

Mythos Nummer 3: Auch Hausmittelchen helfen gegen Läuse
Nein. Die Tierchen kommen eine Stunde oder länger ohne Sauerstoff aus. Spiritus, Mayonnaise, Öle und andere Flüssigkeiten machen die Läuse zwar unbeweglich, dieser erholen sich aber nach kurzer Zeit. Auch Sauna und langes Föhnen tötet sie nicht. Einzig alleine Essig wirkt abschreckend und kann in der Zeit nach der Behandlung mit Spezialschampoos als Haarspülung verwendetet werden.

Mythos Nummer 4: Wer Läuse hat, muss seine ganzen Klamotten und das Bettzeug waschen oder einfrieren…
Jein. Hier gilt das Gleich wie bei den Mützen. Die Läuse können nur drei Tage ohne Menschliches Blut überleben. Bettwäsche, Kleidung können natürlich gewaschen werden. Sie müssen aber nicht gleich die ganze Wohnung unter Quarantäne stellen. 

Bei einem Kopflausbefall gibt es in der Apotheke inzwischen zuverlässige Präparate, die die Läuse ersticken und vor allem die Eier (Nissen) erfolgreich bekämpfen.