G’sundes Südtirol: Wasser ist nicht gleich Wasser

Leitungswasser und Mineralwasser gibt es in den unterschiedlichsten Qualitäten, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

 

Leitungswasser kann aus Oberflächen- oder Grundwasser gewonnen und mehr oder weniger aufbereitet werden, in Italien und gerade auch bei uns in Südtirol wird Wasser sehr streng kontrolliert, Leitungswasser genauso wie Mineralwasser. Es ist ein großes Glück, dass wir hier in Südtirol meist auf wirklich ausgezeichnetes Leitungswasser zurückgreifen können, teilweise ist es sogar von besserer Qualität, als einige der großen Mineralwassermarken.

 

Im besten Fall ist Leitungswasser ein Quellwasser, wie es oft bei uns in Südtirol der Fall ist. Wir brauchen nur irgendwo in einer Großstadt den Wasserhahn aufzumachen und merken den riesigen Unterschied sofort, damit will man sich nicht mal gerne die Zähne putzen. Um dieses Leitungswasser frei von Bakterien und schädlichen Inhaltstoffen zu halten, muss es beispielsweise mit Chlor versetzt werden. Wir in Südtirol kennen das eigentlich nur von Krankenhäusern, wo das Wasser gechlort werden muss, um kein Risiko bei den Patienten einzugehen.

 

Damit ein Wasser als Mineralwasser bezeichnet werden darf, muss es sich um Tiefenwasser handeln, das mit Mineralstoffen und Spurenelementen angereichert ist und bestimmten Reinheitsanforderungen entspricht. Mit Leitungswasser können wir ganz wunderbar Flüssigkeit ersetzen, je nach Mineralwasser können wir damit zusätzlich noch ganz bestimmte, gewünschte Wirkungen erzielen. Beim Sport oder im Hochsommer, immer wenn wir viel schwitzen, gilt es die ausgeschwitzten Mineralstoffe und Spurenelemente wieder zuzuführen, wofür Mineralwasser das neutralste Mittel wäre, so der bekannte Vorsorgemediziner.

 

Auch Mineralwasser unterscheiden sich stark untereinander, beispielsweise in ihrem Mineraliengehalt. Ist er niedrig, eignete es sich gut zum Entschlacken, ist er hoch (schmeckt das Wasser eher salzig) ist es Extremsportlern zu empfehlen. Außerdem weisen unterschiedliche Mineralwasser auch einen unterschiedlichen Gehalt an Natrium, Kalium, Magnesium und auch Kalzium auf, was gerade für Frauen interessant ist, die durch einen Kalziummangel häufig geschwächte Knochen haben. Sie können ihren Bedarf mit einem entsprechenden Mineralwasser zu einem großen Teil abdecken. Ein guter Kalziumgehalt liegt ab 150 mg/Liter. Bei Magnesium für unsere Muskulatur, einen gesunden Schlaf und eine Verbesserung der Darmtätigkeit, sollte es ein Wert ab 50 mg/Liter sein. 

 

Auch bei Mineralwassern heißt es: Etikette lesen! Darauf erfahren wir unter anderem welche Mineralien enthalten sind, welchen pH-Wert das Wasser hat, also ob es basisch, sauer oder neutral ist und auch den Nitrat- oder Nitrit-Gehalt. Dieser gibt Aufschluss darüber, wie belastet das Wasser ist, beispielsweise durch Überdüngung. Alles was unter dem Wert 10 mg pro Liter liegt, ist akzeptabel, so Dr. Thuile, Südtiroler Mineralwasser unterschreiten selbst diesen niedrigen Wert übrigens um einiges.

 

„Wasser ist nicht gleich Wasser“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).