G’sundes Südtirol: Unser Geruchssinn

Es ist uns meist gar nicht bewusst, welche wichtige Rolle der Geruchssinn oft bei wichtigen Entscheidungen spielt, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

 

Dem was wir sehen und hören messen wir viel Bedeutung bei, dabei steuert uns aber eigentlich unser Geruchssinn. Die Nase leitet uns durch die Welt der Lebensmittel und ist uns Alarmsystem bei verdorbenem Essen, giftigen Gasen und Rauch und sie spielt auch eine ganz entscheidende Rolle in Gefühlsdingen.

 

Im Erwachsenenalter kann ein gesunder Mensch über 10.000 verschiedene Duftnoten auseinanderhalten und unser Geruchssinn lässt sich auch trainieren. Wer sich gezielt damit auseinandersetzt, wie ein Sommelier, der kann diese Fähigkeit um bis zu das 10fache steigern. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt unser Geruchssinn allerdings bereits wieder ab, Rauchen kann diesen Verlust rasant beschleunigen, auch andere Chemikalien können unsere Geruchsnerven unwiederbringlich zerstören und auch chronische Entzündungen und Allergien sind oft die Ursache für schlechtes Riechen.

 

Unser soziales Umfeld ist sogar Großteils durch unseren Geruchssinn geprägt, der Ausdruck - jemanden gut riechen können - kommt nicht von ungefähr. Was wir über die Nase aufnehmen entscheidet darüber, ob wir jemanden sympathisch finden oder nicht und ist einer der entscheidenden Faktoren bei der Partnerwahl. Optik und Charme stehen dem Geruch bei Weitem nach, denn unser Unterbewusstsein zieht über bestimmte Duftstoffe Schlüsse über das Erbgut des anderen. Es geht also tatsächlich, im wahrsten Sinne des Wortes darum, dass die „Chemie“ zwischen zwei Menschen stimmt.

 

Und beispielhaft ist für den bekannten Vorsorgemediziner Dr. Thuile auch, dass der Geruchssinn von Anfang an funktioniert, er ist von Geburt an bestens ausgebildet. Das hat Mutter Natur so eingerichtet, damit Babys die Brust der Mutter gleich finden. Und gerade in den ersten Lebensjahren prägen sich viele Erinnerungen und Gefühle, angenehme wie auch unangenehme, über den Geruchssinn in unserem Gehirn ein und können uns ein Leben lang beeinflussen. Beispielsweise dass jemand meint, keinen Fisch zu mögen, obwohl eigentlich der große Bruder keinen isst, man selbst ihn aber nie richtig gekostet hat oder das wohlige Gefühl der Geborgenheit, wenn es nach dem Lieblingsparfum der Mutter duftet oder der auf einmal richtig penetrante Geruch des Rasierwassers des Exmannes.

 

„Unser Geruchssinn“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).