G’sundes Südtirol im Juli: Erfrischendes für den Sommer

Bei großer Hitze ist es für unseren Körper eine Herausforderung die Idealtemperatur von 37 Grad zu halten. Unser Radiodoktor Christian Thuile hat zur Unterstützung einige einfache, praktische Tricks parat.

 

Der Klimawandel bleibt auch bei uns in Europa nicht ohne Folgen und lässt beispielsweise Gesundheitsschäden durch die Hitze immer weiter ansteigen. Hinzu kommen die oft großen Unterschiede zwischen extrem klimatisierten Räumen und Fahrzeugen drinnen und den Temperaturen draußen. Wer es nicht schafft sich an schnell ändernde Verhältnisse anzupassen, ist in Gefahr, allen voran ältere Menschen, Kinder und (chronisch) Kranke.

 

Zwei wesentliche Probleme können durch unzureichenden Schutz und körperliche Anstrengung bei Sonne und Hitze auftreten: Der Sonnenstich, bei dem die Hirnhaut gereizt wird. Anzeichen dafür sind ein hochroter, heißer Kopf, Übelkeit, Kopf- und auch Nackenschmerzen bis hin zur Nackensteifheit. Weit gefährlicher ist aber der Hitzeschlag, bei dem die Körpertemperatur auf 40 Grad und mehr ansteigt. Das kann schwerste gesundheitliche Folgen haben, von Bewusstseinseintrübungen über Atemstörungen bis zur Ohnmacht, Betroffene können sogar ins Koma fallen.

 

Durch das Schwitzen verfügen wir eigentlich über ein wirklich gutes Kühlsystem, so Dr. Thuile, ansonsten würden uns Tage mit nahe 40 Grad in große Schwierigkeiten bringen. Dennoch gilt es an besonders heißen Tagen zusätzlich einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.

 

Das Allerwichtigste ist: immer ausreichend zu trinken, auch abhängig davon, welcher Tätigkeit jemand nachgeht, wie lange sich jemand im Freien und womöglich direkt an der Sonne aufhält. In jedem Fall sollten es aber mindestens 1,5 - 3 Liter am Tag sein und zwar Wasser, nicht zu kalte, ungesüßte Säfte und lauwarme Tees. Eisgekühltes muss von unserem Körper erst auf eine verträgliche Temperatur gebracht werden, was mit einem ziemlichen Energieauswand verbunden ist, uns also nur noch mehr schwitzen lässt.

 

Was die Bekleidung angeht, wählen wir für die Sommerhitze am besten helle, dünne, kühlende Naturstoffe. Dr. Thuiles Rat sind luftige Oberteile, Hosen und Röcke und ganz wichtig: Freiheit für die Füße, also offenes Schuhwerk, denn die Füße spielen eine große Rolle in unserem Kühlsystem. Auch eine Kopfbedeckung sollte im Freien nicht fehlen, ideal ist ein leichter Strohhut.

 

Eine einfache Sprühflasche kann uns an besonders heißen Tagen tolle Dienste leisten. Wir befüllen sie mit Leitungswasser und stellen uns selbst, indem wir auch noch kühlende, ätherische Öle dazugeben (Menthol, Bergamotte, Latschenkiefer) ein top-natürliches, günstiges Bodyspray her. Damit besprühen wir ganz leicht immer wieder Arme und Beine, noch besser wäre natürlich den ganzen Oberkörper und wir haben sofort einen wunderbar kühlenden Effekt.

 

Auch mit einem Eiswürfel können wir uns ganz schnell, ganz leicht, etwas Abkühlung verschaffen. Nämlich indem wir damit über die Innenseite der Handgelenke streifen, auch durch die Kniekehle, denn dort ist unsere Haut besonders dünn.

Den „Fächer-Trick“ können wir uns von Damen in südlichen Ländern abschauen, die nie ohne dieses Sommeraccessoire aus dem Haus gehen, damit lässt sich tatsächlich für etwas Abkühlung sorgen.

Beim Duschen gilt wie beim Trinken: nicht zu kalt, am besten lauwarm, das strengt den Körper weniger an. Und wer die Möglichkeit hat, kann den kühlenden Effekt dadurch verstärken, dass er sich lufttrocknen lässt.

Wenn wir vor dem Schlafengehen alles durchlüften, uns selbst nicht vergessen! Indem wir uns ein paar Minuten ganz entspannt auf Balkon oder Terrasse setzen, sinkt die Körpertemperatur etwas ab, das funktioniert sogar in heißen Tropennächten, also wenn die Temperatur nachts nicht unter 20 Grad runtergeht.

 

„Erfrischendes für den Sommer“ im Juli in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).