G’sundes Südtirol: Hühnersuppe fürs Immunsystem

Bei einer Erkältung hat es für unsere Großmütter eigentlich nur eins gegeben: die Hühnersuppe, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Inzwischen ist die erstaunliche Wirkung dieses altbewährten Hausmittels auch durch verschiedene Studien belegt. Forscher der Universität Nebraska haben beispielsweise verschiedene Suppen auf ihre Wirkung hin getestet und eine Suppe nur mit Wurzelgemüse, eine mit Wurzelgemüse und Hühnchen und auch eine nur mit Hühnchen zubereitet, miteinander verglichen. Und sie sind ganz klar zum Schluss gekommen, dass die Kombination aus Gemüse- und Hühnersuppe die beste Wirkung auf unser Immunsystem hat.

Durch eine Hühnersuppe werden jene Blutkörperchen, die für die Abwehr zuständig sind, besonders aktiviert und können viel mehr gegen Erkältungsviren ausrichten. Gerade das in der Hühnerbrust enthaltene Carnosin kann, in Kombination mit den wertvollen Wirkstoffen im Gemüse, Krankheitserreger hervorragend abwehren und bekämpfen. Zwiebeln haben eine antibiotische Wirkung, die Sellerieknolle bringt immunstimulierende Mineralstoffe mit, Karotten enthalten Ballaststoffe, die Viren binden, damit sie schneller ausgeschieden werden können und auch Petersilienwurzel und Kartoffeln gehören in dieses besondere Süppchen.

Schon allein die Wärme einer heißen Suppe tut uns gut, meist frieren wir auch, wenn wir erkältet sind, so unser Radiodoktor, und ideal ist natürlich auch, dass sich Viren bei höheren Temperaturen weniger schnell vermehren können, deswegen reagiert unser Körper bei Krankheit oft auch mit Fieber. Wer brav seine Hühnersuppe löffelt, sorgt außerdem dafür, dass die Schleimhäute abschwellen, dass es also auch einer verstopften Nase und einem verschleimten Hals bald wieder besser geht.

Wer die entzündungshemmende, antibakterielle Wirkung noch steigern will, kann etwas Chili dazugeben oder eine Handvoll schwarze Bohnen. Ist auch lästiger, hartnäckiger Husten dabei, können wir daumendicke Scheiben Ingwerwurzel mitköcheln lassen, die letzten 10-15 Minuten. Ist die Nase verstopft, empfiehlt sich Gelbwurz und auch antibakterieller Sternanis, der die Verschleimungen löst. Eine geschmacklich interessante Variante und auch wieder um die Nase zu befreien, können Orangenschalen darstellen, ebenfalls zum Schluss dazugegeben.

Konzentrate, die es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, stehen einer selbst gekochten Hühnersuppe in ihrer Wirkung natürlich um Welten nach. Die Zubereitung ist wirklich einfach, wenn auch etwas zeitaufwendig. Für die Vorbereitung braucht es gerade mal eine Viertelstunde, auf kleiner Flamme köcheln sollte die Suppe dann aber schon 4-5 Stunden, damit die Wirkstoffe auch wirklich herausgelöst werden. Aufzugießen braucht man die Hühnersuppe nicht, man trinkt einfach das, was übrig bleibt: ein wirklich gesundes, hochwirksames Konzentrat.

„Hühnersuppe fürs Immunsystem“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).