G’sundes Südtirol: Glück im guten Schlaf

In unserem Körper passieren im Schlaf so viele wichtige Dinge, dass die Nachtruhe als eine der wichtigsten Quellen für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden anzusehen ist, erklärt Dr. Christian Thuile.

 

Wir lernen ja sogar im Schlaf. Voraussetzung dafür ist, dass die Informationen des Tages in der Nacht von unserem Gehirn aufgearbeitet werden. Gelingt das nicht, können wir uns Dinge, trotz größter Anstrengung und Konzentration, nicht so gut merken. Kleinkinder brauchen deswegen viel Schlaf, weil ihr Gehirn die ganzen neuen Eindrücke, die untertags auf sie hereinprasseln, im Idealfall ganz automatisch im Schlaf, in Wissen umwandelt. Je älter wir werden und je größer die Informationsflut und die Ablenkungen, desto schwerer tun wir uns damit.

 

Wie viel Schlaf der Einzelne braucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die allgemeine Empfehlung für Erwachsene liegt bei durchschnittlich 6 ½ Stunden. Aus gesundheitlicher Sicht zählt aber sowieso nicht nur die Anzahl der Stunden, sondern vor allem die Schlafqualität. Nicht jede Schlafphase ist für den selben Grad an Erholung gut. Die Meinung vieler, dass mehr Schlaf in jedem Fall besser ist, trifft nicht zu. Zu viel Schlaf ist auch nichts für Körper und Geist. Wer im wahrsten Sinne des Wortes sein halbes Leben verschläft, bewegt sich nicht nur weniger und riskiert daher eher Übergewicht, er wird auch leichter krank, schwächt sein Immunsystem und den Kreislauf und das Gehirn wird gar nicht mehr richtig aktiviert.

 

Der Schlaf ist bei den meisten sozusagen „Teamwork“, auch Partner und Kinder haben darauf Einfluss. Es gibt aber auch Studien darüber, dass einsame Menschen, die auch allein schlafen, sich oft unsicher fühlen und zu Angststörungen oder Depressionen neigen können. Jugendliche, die eher Einzelgänger sind, entwickeln laut neuesten Forschungsergebnissen, 30-40% öfter Schlafstörungen, die sie dann auch ein Leben lang begleiten. Auch deswegen ist es so wichtig, persönliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen und sich nicht nur daheim zu verkriechen.

 

Für Schlafstörungen gibt es sehr viele unterschiedliche Ursachen, aber die wichtigste scheint inzwischen ganz eindeutig der Stress zu sein und wie wir damit umgehen. Der Druck bei der Arbeit wird immer höher und oft ist auch die Freizeit von Hektik geprägt. Einfach nur zu entspannen, ist für viele ganz schwierig, was auch unseren mobilen, technischen Möglichkeiten geschuldet ist, wir sind praktisch immer und überall auf Empfang.

 

Ob ein Kaffee am Abend noch geht, spürt jeder selbst. Definitiv schlecht für den Schlaf ist aber das Rauchen und zu viel Alkohol, wie auch bestimmte Medikamente. Und was viele nicht wissen, auch im Betthupferl aus Schokolade sind Wirkstoffe enthalten, die nichts für unsere Schlafqualität tun.

 

„Glück im guten Schlaf“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).