G’sundes Südtirol: Bienenmedizin Blütenpollen

Unser Radiodoktor Christian Thuile beschreibt in seinem neuen Buch „Bienen helfen heilen“ unter anderem die Anwendungsbereiche von Blütenpollen. Info und Tipps bekommen Sie dazu auch bei Vorträgen in Sterzing, Schlanders und Bruneck.

Auf Blütenpollen sind viele gar nicht gut zu sprechen, weil sie Allergien auslösen können, darüber geht oft ganz unter, dass sie eigentlich besonders nahrhaft sind. Darin befinden sich über 100 verschiedene Inhaltstoffe, schlicht alles, damit Leben im Bienenstock überhaupt entstehen und erhalten werden kann. 

Indem Bienen in Blüten hineinfliegen, um dort den Nektar zu sammeln, nehmen sie auch die Blütenpollen mit, die an ihnen haften bleiben und so gelangt auch dieser wertvolle Rohstoff in den Bienenstock. Ein einziges Bienenvolk kann davon bis zu 50 Kilogramm im Jahr zusammenbringen, ungefähr die Hälfte davon ist für sie überlebensnotwendig. Die andere Hälfte kann der Imker am Eingang des Bienenstocks einsammeln, indem er die Tierchen über eine kammähnliche Vorrichtung streifen lässt, wodurch ein Teil der Blütenpollen von ihnen abfällt.  

Was bei Blütenpollen besonders hervorsticht, ist der Eiweißgehalt, sie bringen also jene Bausteine mit, die der menschliche Körper großteils nicht selbst bilden kann. Fehlen sie, kommt es aber zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Muskelschwäche, wir werden anfälliger für Infekte, bekommen Probleme mit der Verdauung und auch mit unserer Haut und den Haaren. Fleisch gilt allgemein als guter Lieferant für diese Eiweiße und essentiellen Aminosäuren, das Erstaunliche ist aber, dass es drei Esslöffel Blütenpollen, auf die gleiche Reichhaltigkeit bringen, wie über 1 Kilogramm bestes Rindfleisch. Was den Gehalt an Mineralstoffen angeht, übertrumpfen Blütenpollen den Honig bei weitem und sie sind außerdem totale Vitaminbomben, stellen also eine natürliche Nahrungsergänzung dar, so der bekannte Komplementärmediziner. Honig und Bienenprodukte allgemein und gerade auch Blütenpollen können als echtes Superfood bezeichnet werden, denn sie sind beispielsweise ein Topmittel bei Auszehrung, Gewichtsverlust und können auch für einen echten Energiekick sorgen.

Blütenpollen sehen aus wie kleine Körner, von hellgelb bis braun, je bunter desto gesünder. Einfach so schlucken können wir sie allerdings nicht, denn sie sind hart und schwer verdaulich. Sie werden aufgeweicht, damit die wertvollen Inhaltstoffe frei und von unserem Körper aufgenommen werden können. Wir geben sie entweder in Wasser oder auch in Joghurt, das damit einen leicht harzigen oder Honiggeschmack bekommt. Wir können Blütenpollen übrigens auch sehr gut lagern, denn sie sind resistent gegen Hitze und Kälte, lassen sich sogar einfrieren. 

„Bienenmedizin Blütenpollen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).

 

Zum Thema „Bienen helfen heilen“ hält Dr. Thuile auch Vorträge, im Rahmen der Athesia-Gesundheitswochen:

Donnerstag, 21. März: Grundschule „Dr. Josef Rampold“, Sterzing.

Donnerstag, 28. März: Kulturhaus, Schlanders

Donnerstag, 4. April: Athesia Buch, Bruneck

 

Durch die Abende führt G’sundes-Südtirol-Redakteurin Christine Rabanser.

Beginn: jeweils um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.