GARTENTIPPS: Der Pflanzkübelkauf ist eine Frage des Materials

Pflanzgefäße für Draußen! Für uns Gartler bedeutet das, in Sachen Wetterfestigkeit Materialien zu wählen, die den Anforderungen des Standorts auch gewachsen sind. Beim Pflanzkübel spricht man im Allgemeinen von Pflanzgefäßen, die groß wachsende Pflanzen beherbergen. Aufgrund der Größe bringen die Kübel durchaus ein hohes Eigengewicht mit – abhängig davon, aus welchem Material sie gefertigt sind. Dies kann bereits beim Liefern des Kübels ein Problem werden. Wer will schon Kübel, die im Winter Risse bekommen, nach nur einer Saison verschlissen sind oder unansehnlich aussehen? Keinesfalls sollte man sich beim Kauf allein von optischen Kriterien leiten lassen, denn sonst zahlt man eventuell teures Lehrgeld.

Was bedeutet eigentlich „wetterfest, winterhart, frostfest“ genau?

Der Wetter-Stress eines Outdoor-Kübel : „Frostfest“ ist nämlich lange nicht alles. Hitze, Kälte, Frost und Temperaturwechsel muss der Pflanzkübel aushalten, ohne dass sich durch Dehnung oder Schrumpfung Risse bilden. Kein „weich werden“ bei andauernder Sonnenbestrahlung. Ein Outdoor-Pflanzkübel muss wasserdicht sein, denn wenn das Material Wasser aufnimmt, kann es zu Eis gefrieren und den Kübel sprengen, bzw. Risse bilden. Regen, Schnee und Wind strapazieren die Oberfläche eines Kübels, die robust genug sein muss, um diesen Einflüssen über lange Zeit zu widerstehen. Da der Wind nicht nur die Oberfläche trifft, sondern auf den ganzen Kübel Kraft ausübt, spricht man gelegentlich auch von „Windstabilität“ und meint damit die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kübel vom Wind umgeworfen werden kann. Da Pflanzkübel draußen in der Regel voll bepflanzt aufgestellt werden, also schwer genug sind, spielt dieser Aspekt in der Praxis kaum eine
Rolle. Die UV-Strahlung der Sonne kann organische Verbindungen aufspalten und Moleküle zerstören. Kunststoffe, Lacke, Gummi und Klebeverbindungen altern durch UV Strahlen, verlieren an Farbe und Zähigkeit, sie reißen und werden spröde. Sofern solche Materialien in einem Pflanzkübel enthalten sind, muss bei der Herstellung durch Zusätze und resistente Pigmente dem Verfall entgegen gewirkt werden, um ihn „UV-beständig“ zu machen. Daneben gibt es Kübel aus Materialien, denen Sonnenlicht von vorne herein nichts anhaben können, wie etwa Edelstahl.

Welches Material beim Pflanzkübel – was gilt als robust und langlebig.


Das Gewicht der Pflanztröge hängt vor allem vom Material ab, aus dem sie bestehen. Zwar bringen Pflanzen und Substrat ebenfalls Gewicht auf, jedoch gibt es bei den Pflanzgefäßen gravierende Gewichtsunterschiede. Was sich dann im Spätherbst bemerkabr macht, wenn die Sommerschönheiten ins Winterquartier müssen.
Die gängigsten Materialien für Pflanzkübel sind:

  • Kunststoff - sehr leicht
  • Fiberglas - leicht
  • Holz - mittleres Gewicht
  • Ton / Terracotta – mittleres Gewicht
  • Beton bzw. Gemisch Beton / Kieselstein -schwer


Vorteil und Nachteil der Materialien:

  • Kunststoffkübel: Günstig in der Anschaffung und robust. Nachteil: Optik
  • Hartplastik: In edler Terrakottaoptik können sie sehr schön aussehen. Das Material aber nicht witterungsbeständig, wird spröde und bricht.
  • Fiberglas: Modelle sind äußerst ästhetisch, UV-resistent, wetterbeständig und robust. Das Material ist leichtgewichtig und erlaubt bei der Herstellung individuelle Einfärbung, so dass Pflanzgefäße in unterschiedlichen Farben erhältlich sind.
  • Holz: Sehen natürlich aus und wirken im Garten daher besonders gut. Allerdings ist das natürliche Material Holz deutlich schwerer wie Kunststoff und Fiberglas. Außerdem brauchen Holzpflanzkübel ein Mindestmaß an Pflege (Gefahr des Verwitterns); Holzkübel sollten abgeschliffen und gestrichen werden, um ihr schönes Outfit zu bewahren. Das Gewicht dieser Pflanzkübel ist deutlich höher als bei Kunstoff- oder Fiberglaskübeln.
  • Ton oder Terracotta: Sieht natürlich aus, sie sind langlebig und überstehen Frostperioden problemlos, wenn nicht zu viel Wasser im Material gespeichert ist. Das Gewicht ist jedoch sehr hoch, so dass der Transport eines großen Pflanzkübels ins Winterquartier ab einer gewissen Größe nicht mehr ohne Weiteres möglich ist. Hinzu kommt bei Ton bzw. Terrakotta Pflanzgefäßen die geringe Bruchfestigkeit des Materials. Beim Bewegen des großen Pflanztrogs genügt eine kleine Unachtsamkeit, schon ist der Pflanztrog kaputt.
  • Pflanztröge aus Beton bzw. Beton-Kiesel-Gemisch überlassen wir dem Städtebau.