Gartentipps: Kürbiszeit

Noch vor wenigen Jahren interessierten sich allenfalls Kleingärtner und Hausfrauen für Kürbisse, die Kompott kochten. Heute erfreut sich die Riesenfrucht, die botanisch zu den Beeren zählt, immer größerer Beliebtheit. Doch wann sind sie eigentlich erntereif? 

Nun, bei Winterkürbissen variiert die Erntezeit von Sorte zu Sorte. Generell lässt sich jedoch sagen, dass die Kürbisernte zwischen Ende August und Ende Oktober beginnt. Mit ein paar kleinen Tricks lässt sich schnell herausfinden, wann der Kürbis geerntet werden kann. 

Zunächst beginnen die Blätter langsam zu vergilben, die leuchtenden Kürbisfrüchte werden sichtbar und schließlich sterben die Ranken ab. Die Wachstumsphase der Kürbisse ist dann endgültig beendet, wenn die Stiele zu trocknen und zu verholzen beginnen. Ist der Stiel stark verholzt, so kann der Kürbis bedenkenlos geerntet werden. Ein anderes Merkmal, mit dem sich die Reife des Kürbisses feststellen lässt, ist die satte sortentypische Farbe, die der Kürbis bei Vollreife bekommt. Ein weiteres Zeichen für die Reife des Winterkürbisses ist ein hohles Geräusch bei einer Klopfprobe. Dann ist die Zeit zur Kürbisernte gekommen.

Die Früchte werden mit Stiel – der sollte mindestens 10 cm lang sein - vorsichtig abgeschnitten und am besten ein paar Tage an einem trockenen Ort bei etwa 16 Grad Celsius gelagert werden. Dann reift die Schale aus und die Haltbarkeit verbessert sich. Bei der Ernte selbst ist darauf zu achten, dass die Kürbisse nicht beschädigt werden. Werden Kürbisse gequetscht oder anderweitig beschädigt, kann ein Fäulnisprozess in Gang gesetzt werden – wodurch die Freude an dem selbst geernteten Kürbis nicht lange anhalten wird.

Kürbisse mit Schalenverletzung immer als erste verwerten, damit sie nicht faulen und weggeschmissen werden müssen. Nach der Ernte sollten Sie Ihre Kürbisse für eine saubere Lagerung abwaschen. Danach wird der Kürbis trocken gelagert. Unbeschädigte Exemplare bleiben dort so lange frisch und ansehnlich, bis sie in köstliche Suppen, Kuchen, Mus  oder als süß-sauer Gemüse verwandelt werden.

Die Haltbarkeit geschnitzter Exemplare ist allerdings auch an der Frischluft begrenzt. Aber je sorgfältiger die Kerne und das lockere Faserfleisch entfernt wurden, desto länger kann der „hohle Kopf grinsen“. Die stattlichen gelben und orangeroten Sorten wie 'Big Mama', 'Racer' oder 'Aspen' sind besonders gefragt.  Die sogenannten Zierkürbisse fallen jedoch vor allem durch ihre knalligen Farben und ihre kuriose Form auf. Leider bleibt dadurch der Genuss auf der Strecke – Zierkürbisse haben meistens einen enorm hohen Anteil an Bitterstoffen"Cucurbitacin" der für uns nicht bekömmlich ist.