Gartentipps: Kosmetik für Orchideen

Sie haben sich in den letzten 10 Jahren zu dem Trend auf der Fensterbank bzw. in jeder guten Stube durchgesetzt. Doch auch diese exotischen Schönheiten kommen in die Jahre. Das perfekte „Wellness-Programm“ heißt umtopfen.

Neues Zuhause

Auch bei den Orchideen ist alle zwei bis drei Jahre das Umtopfen angesagt. Während unsere „normale Zimmerpflanzen“ einen größeren Topf und frische Blumenerde erhalten, so bekommen die Orchideen entweder nur ein neues „Gefäß“ oder einen Topf mit Orchideen-Substrat. Das Orchideensubstrat – meist besteht es aus Pinienrinde und Styroporkügelchen – verrottet im Laufe der Zeit und schnürt leider die Luftwurzel der Schmetterlingsorchideen nach und nach ein. Da sich die meisten Triebe und Blätter im Frühjahr entwickeln, ist jetzt ein besonders günstiger Zeitpunkt fürs Umtopfen. 

Wichtig: Bitte die Orchidee niemals während der Zeit der Blütenbildung bzw. der Blüte umtopfen – das würde die Pflanze enorm stressen und schwächen. 

Und so geht’s:  Die Orchidee ein bis zwei Tage vorher kräftig gießen. Da die Pflanzen meist sehr fest im Topf sitzen, kann diese Wässerungsaktion hilfreich sein, durch Drücken des Topfs Wurzeln und Substrat zu lockern.

Tote Orchideen-Wurzeln abschneiden

Beim Austopfen wird das alte Substrat vorsichtig von den Wurzeln gelöst und komplett entfernt. Faule und abgestorbene Wurzelteile entfernen wir mit einer Schere.  

Tote Wurzeln lassen sich daran erkennen, dass sie schlaff und/oder hohl sind. Sehr lange Wurzeln außerdem kürzen. Haben sich an alten Stängeln schon längere Zeit keine Blüten gebildet, können diese zusätzlich komplett abgeschnitten werden. Das alte Substrat nicht mehr für Pflanzen verwenden, aber auf dem Kompost kann es noch wertvolle Dienste leisten.

Übrigens: Nach dem Umtopfen bekommt die Orchidee ein paar Tage kein Wasser, d.h. sie wird nicht gegossen!

Wichtig: Die Phaleonopsen – also  Schmetterlingsorchideen sollten immer in durchsichtigen, also transparenten Töpfen aufgestellt werden. Nur so bekommen die Wurzeln das Licht, das sie brauchen. 

Als Substrat eignet sich spezielles Orchideensubstrat, Pinienrinde oder kleingeschnittene Weinkorken. Ein wenig des Substrats in den neuen Topf geben und die Orchidee nun mit einer leichten Drehung in den Topf setzen. Den Topf nach und nach mit Substrat auffüllen. Zwischendurch den Topf ab und zu bewegen, damit es sich gut verteilt und schließlich den Topf ein paar Mal auf die Tischplatte klopfen – so verdichtet sich das Ganze. Die Orchidee darf nicht zu tief eingepflanzt werden, da sonst Wasser zwischen die Blätter der Neutriebe kommt und diese verfaulen. Nach dem Umtopfen die Pflanze etwa fünf Tage nicht gießen, sondern nur im Blätterbereich besprühen.