GARTENTIPPS: Die Welt der Zweijährigen

Bereiten Sie jetzt das Blütenfeuerwerk der Zweijährigen für 2020 vor! Mitte August können Sie vorgezogene zweijährige Sommerblumen im Beet einsetzen. Zweijährige Blumen wie Bartnelke, Fingerhut, Nachtkerze, Königskerze, Stiefmütterchen oder Stockrose können auch ausgesät werden. Viele Zweijährige blühen über Wochen hinweg und entwickeln immer wieder neue Blüten. Das macht sie für Bienen & Co so sehr interessant, die so ausreichend Nahrung finden. Wichtigste Voraussetzung ist, dass in den Beeten genügend freier Platz vorhanden ist und nicht etwa dicht wachsende Stauden den Boden bedecken. Die meisten Zweijährigen stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden sind sehr robust und kommen eigentlich in jedem Garten zurecht.

Was sind Zweijährige?

Anders als es die Bezeichnung vielleicht vermuten lässt, leben zweijährige Pflanzen nicht zwei kalendarische Jahre, sondern überdauern zwei Vegetationsperioden. Diese beginnt meist im Sommer: Nach der Blüte und der Saatreife fallen die Saatkörner zu Boden und keimen relativ schnell. Bis zum Herbst wachsen dann sogenannte Blattrosetten. So überdauert die Jungpflanze den Winter. Im Frühjahr entwickelt die Pflanze dann Blütentriebe. Aus der Blüte werden Früchte, also Saatkörner, und der Zyklus beginnt erneut. Wichtig ist, die verblühten Triebe stehen zu lassen, damit die Saatstände ausreifen können.

Statt die Saat unkontrolliert ins Beet fallen zu lassen, kann man natürlich auch das Saatgut sammeln und dann gezielt an der gewünschten Stelle - etwa einen Zentimeter tief - wieder aussäen. Die Pflanzen sollten genau dort ausgesät werden, wo sie später auch wachsen sollen. Werden sie noch einmal umgepflanzt, kann es passieren, dass sie verkümmern. Die Keimlinge sind anfangs sehr empfindlich, benötigen reichlich Wasser und sollten beim Jäten nicht mit Unkraut verwechselt werden. Manche Zweijährige, wie etwa die Stockrose, blühen bei guten Bedingungen auch mehrere Jahre.
Was wäre ein Garten ohne üppig blühende Sommerblumen? Dabei geben sich mehrjährige und auch einjährige Pflanzen ein Stelldichein. Doch immer wieder kommt es vor, dass Sommerblumen aus zunächst unerfindlichen Gründen die Köpfe hängen lassen und zu welken beginnen.

Boden lockern und gießen

Wenn es an zu großer Trockenheit liegt, dann ist das Mittel zum Zweck einfach: Boden lockern und kräftig gießen. Doch nicht immer ist zu wenig Wasser der Grund dafür. Das Welken der Sommerblumen kann auch durch Tiere oder durch Pilzbefall ausgelöst werden. Pilze, wie auch Raupen oder andere Insekten, können durch den Boden die Wurzeln schädigen und so dafür sorgen, dass Pflanzen welk werden und schließlich absterben.
Im Sommer ist es wichtig, dass Sie alle welken Blüten und Blätter von Sommerblumen und Kübelpflanzen regelmäßig entfernen. Die Pflanzen müssen sonst zu viel Kraft aufwenden, um alle Teile zu versorgen, und das geht dann zulasten neuer Blüten. Außerdem beugen Sie so Krankheiten und einen Schädlingsbefall vor. Das Ausputzen ist somit also nicht nur für die Optik wichtig.