GARTENTIPPS: Die nächste Runde im Gemüsebeet

Haben Sie schon fleißig Gemüse geerntet und nun machen sich im Beet kahle Stellen breit? Die Saison ist noch nicht zu Ende - jetzt ist die perfekte Zeit, um die zweite Runde im Beet einzuläuten.

Tipps zur zweiten Aussaat:

Der Fruchtwechsel spielt bei der Nachsaat eine wichtige Rolle. Es heißt also: Reihenfolge
beachten!

  • Auf dem Platz eines Starkzehrers sollte kein weiterer Starkzehrer folgen. Stattdessen besser Mittel- oder Schwachzehrer als Beet-Nachfolger einsetzen. So kann man Krankheiten und Schädlingen vorbeugen.
  • Schwachzehrer: Kräuter, Feldsalat, Ruccola, Erbsen, Radieschen
  • Mittelzehrer: Spinat, Mangold, Rettich, Rote Bete, Auberginen, Kohlrabi, Karotten, Fenchel, Buschbohnen, Pastinaken, Chicorée
  • Starkzehrer: Kohl, Wirsing, Gurken, Kartoffeln, Tomaten, Zucchini, Rhabarber

Salate:

Für Salate ist der Hochsommer zum Einsetzen besonders gut geeignet, da die Tage langsam wieder
kürzer werden und der Salat dadurch nicht mehr so stark Gefahr läuft, verfrüht in die Blüte zu
gehen und damit ungenießbar zu werden. Die Zeit von der Aussaat bis zur Ernte ist je nach
Salatsorte unterschiedlich. Grob lässt sich einteilen:

  • Kopfsalat ca. 60 Tage
  • Eisbergsalat ca. 70 Tage
  • Feldsalat ca. 75 Tage

Salatköpfe sollten im Abstand von 30 x 30 Zentimetern gepflanzt werden, Feldsalate mit etwa 100Korn pro laufendem Meter mit einem Reihenabstand von 15 Zentimetern.


Knollenfenchel:

Der zweijährige Knollenfenchel wird auch bereits als Einjähriger geerntet. Im Juli ist seine beste
Aussaatzeit des Jahres. Wird der Fenchel früher ausgesät, bildet er nur Blüten aus. Wichtig ist eine
gute Bodenfeuchte bei lockerer Erde.
Von der Aussaat bis zur Ernte braucht die Knolle etwa 70 Tage. Die Samen sollten im
Abstand von 30 x 35 Zentimetern gesät werden.
Achtung: Knollenfenchel sollte nicht den Platz einnehmen von Karotte, Sellerie, Petersilie und
Dill. Besser ist ein Beetplatz, auf dem zuvor Salate, Hülsenfrüchte, Blumenkohl oder Radieschen
gewachsen sind.


Chinakohl:

Auch Chinakohl eignet sich bestens für die zweite Beet-Runde. Am besten vorgezogene Pflänzchen aussetzen, bis zur Ernte dauert es etwa 55 Tage.
Der Pflanzabstand sollte nicht zu knapp bemessen sein und 40 x 40 Zentimeter betragen.
Achtung: Kohlstrünke niemals auf den Kompost werfen und untergraben, denn es besteht die
Gefahr der Pilzerkrankung Kohlhernie, deren Sporen sich bis zu zehn Jahre im Boden halten
können.

Spinat:

Spinat lässt sich den ganzen Sommer über gut anpflanzen und braucht nur etwa 40 Tage von
der Aussaat bis zur Ernte.
Als Mittelzehrer ist auch er gut für die zweite Beet-Nutzung geeignet.
Bei einem Reihenabstand von 20 Zentimetern und etwa 100 Korn pro laufendem Meter hat er
genügend Platz zum gesunden Wachstum.
Ein weiterer Vorteil von Spinat: bei Schnecken ist er eher unbeliebt.

Übrigens:
Mit der zweiten Bestellung des Beetes fördern wir auch den Bodenschutz. Die Erde
bleibt dann nämlich gut durchwurzelt und beschattet und auch die Wildkräuter werden in ihrem
Ausbreitungsdrang im Zaum gehalten.