Ein Jahr Auszeit im Dienst der guten Sache

Der Zivildienst ist seit der Abschaffung der Wehrpflicht zwar nicht mehr Pflicht (als Ersatz für den Wehrdienst), aber immer noch möglich.

Unser Reporter Daniel Rainer wollte wissen, wie die Arbeit während des Zivildiensts aussieht und hat Katharina Pircher, Zivildienerin beim Weißen Kreuz Etschtal, Dienststelle Terlan, einen Vormittag lang begleitet.

Punkt 7:00 Uhr in der Früh geht es los und Daniel setzt sich mit Melanie Flora (Turnusleiterin Weißes Kreuz) und Katharina in den WK 463. Zuerst wird alles durchgecheckt. Ist noch alles da, was im Weiß-Kreuz-Wagen gebraucht wird und auch sonst alles in Ordnung. Dann geht's zum ersten Einsatz.

"463 Guten Morgen", tönt es aus dem Funkgerät. Ein Dialysepatient muss ins Krankenhaus gebracht werden. Während der Fahrt erzählt Katharina wieso sie sich für einen Zivildienst beim Weißen Kreuz entschieden hat.

Ein bisschen Erfahrung sammeln, überall ein bisschen reinschnuppern. Vor allem wusste ich nach der Oberschule nicht genau was ich machen oder studieren soll. Außerdem war ich auch stuff von der Schule und dachte, so ein Jahr Auszeit, würde mir ganz gut tun.

Der Patient ist jetzt bei der Dialyse und es geht schon weiter zum nächsten Einsatz. Und so vergeht die Zeit wie im Flug. Ungefähr 40 Zivildiener sind es beim Weißen Kreuz. Sie bekommen eine Ausbildung und 433,80 Euro im Monat.

Am Ende des Vormittags im Weißen Kreuz Wagen 463 kommt Daniel Rainer ins Funkhaus zurück. Mit dem Interview und dem Wissen, auch ohne Wehrpflicht ist der Zivildienst etwas Gutes.  

Mehr Informationen für den Zivildienstleistenden finden Sie hier.