CD der Woche: Mark Ronson - Uptown Special

Mehr als ein Undercover Star

Mark Ronson ist kein Newcomer. Er ist auch kein Shootingstar. Wir haben schon so Vieles von ihm gehört, ohne es zu wissen, dass er längst ein alter Bekannter ist.

Das Portfolio dieses Mannes ist so groß, so breitgefächert und mit so glitzernden Namen bestückt, wie kaum ein anderes im Musikgeschäft. Alles was Rang und Namen hat, hat sich von ihm entweder einen Hit schreiben oder produzieren lassen. Er war der musikalische Kopf der Aufnahmen von Amy Winehouses Album „Back to Black“, hatte mit ihr zusammen mit Valerie einen Jahrzehnthit, er hat Alben von Robbie Williams produziert, einen Grammy gewonnen, einen Brit Award bekommen, er schrieb für Coca Cola den offiziellen Olympia Song 2011 und arbeitete mit Sängerinnen wir Christina Aguilera und Lilly Allen an neuen Songs und Alben. In seiner Heimat Großbritannien war er auch unter seinem eigenen Namen als Solokünstler schon die ganzen letzten Jahre sehr erfolgreich, sein Sound ist aber auf der Insel geblieben und hat höchstens mit einem Auge ab und an mal nach Amerika geschielt. Jetzt scheint es aber, als hätte er in Uptown Funk einen Song aus dem Ärmel gezaubert, der seinen Namen endgültig durch die Welt trägt. Und hinter diesem Namen steht ausnahmslos immer ein „feat.“. Als DJ und Produzent ist er nämlich stets auf Gaststimmenangewiesen, die seinen Songs noch mehr Leben einhauchen. Im brandneuen Album „Uptown Special“ hauchen u.a. Stevie Wonder und Bruno Mars. Und es ist eben dieser Bruno Mars, der der aktuellen Single so viel Energie gibt, dass die mehr als tanzbaren Rhythmen der Ronson-Sound-Maschine erst Recht überkochen. Mit diesem Song kehrt ein Stück weit Funk in die großen Charts zurück und zeigt der Musikwelt, dass nicht nur Housebeats direkt in die Hüften gehen.