CD der Woche: James Bay - Chaos And The Calm

Es sind die Zeiten der sechs Saiten. Musiker wie Hozier, George Ezra, Ed Sheeran und Co. sind die neuen Zeitgeistbestimmer...und mit in diese Liste gehört seit wenigen Wochen auch ein gewisser James Bay.

Es ist kein Zufall, dass James Bay steht wo er steht und singt wo er singt. Musik war immer schon sein Leben, er hat sich in verschiedenen Bandprojekten ausprobiert, wurde als Solokünstler einer der beliebtesten Support Acts (u.a. Rolling Stones, Tom Oddell, John Newman) und erspielte sich so einen Namen und einen Plattenvertrag. 2013 veröffentlichte er in Großbritannien seine erste Single, die ihn wiederum auf renommierte Bühnen wie das Glastonbury Festival oder den Hyde Park brachte. Schnell wurde er zum neuen Hoffnungsträger des modernen Brit-Pop erkoren, erhielt den Critics Choice Award im Rahmen der Brit Awards und alle warteten gespannt, ob James Bay diese Vorschusslorbeeren mit seinem Debutalbum auch erfüllen konnte.

Seit einigen Wochen läuft nun der Song Hold back the river heiß und hat sich auf Anhieb in Charts und Radiorotationen festgesetzt. Das Album dazu gibt’s seit 2 Tagen und erfüllt Alles, was man sich von diesem Album auch erwartet hat. Tiefgründig, ehrlich, glaubwürdig – das wären so 2 Eigenschaften, die spontan auf die Songs des Briten passen. Das kommt nicht nur daher, dass das komplette Album in den legendären Londoner Abbey Road Studios aufgenommen wurden, das liegt vor Allem an der Art des Songschreibens und Interpretierens die James Bay hier zu Tage legt. Die akustische Gitarre ist stets tragendes Element, zu dem sich eine in allen emotionalen Facetten herausragende Stimme gesellt. Die meisten Songs bräuchten eigentlich auch kaum mehr, als diese beiden Elemente. Dennoch tragen dumpfe Trommeln und groß auftragende Orgeln sehr postitiv zum Gesamtsound des Albums bei.