CD der Woche: American Authors - Oh, What A Life

Studienfach Rock 'n Roll

Das Berkley College of Music in Boston ist wohl weltweit die beste Adresse für die ganz große Karriere im Musikbusiness. Trotzdem schaffen Viele nicht mehr als bloß den Abschluss des Studiums. 4 Jungs einer Band haben nicht mal den geschafft.

Zum Glück braucht es keinen Uni-Abschluss und kein Diplom, um mit Musik groß rauszukommen. Die Jungs von den American Authors haben es aber wenigstens versucht! Sie haben sich an besagtem College kennen gelernt, haben sich gefunden um Musik zumachen, haben die Schule gemeinsam geschmissen und sind zusammen nach Brooklyn gezogen, um sich dort ihren ersten Plattendeal zu sichern. Stand: Sommer 2012. Was dann geschieht, ist das Paradebeispiel eines idealen Karrierewegs einer NewcomerBand. Es erscheinen die ersten beiden Singles Best day of my life und Believer, welche sich beide über TV-Shows und Fernsehserien in die Charts spielen...es erscheint das Debutalbum, das sich auf Anhieb auf Platz 15 der Billboard Charts setzt...und die Band war bereits innerhalb weniger Monate da angekommen, wo sie immer schon hinwollte. Umso erstaunlicher ist der Erfolg dieser Band, weil sie eben eine richtige Band ist, die auch Musik macht wie eine richtige Band – mit Gitarren und Schlagzeug und so. Im sonst so von Elektrosounds und Clubbeats bestimmten Zeitgeist eine wohltuende Abwechslung. Die Gitarren haben für echte Rockfans zwar etwas zu viel Weichspüler abbekommen, trotzen aber mit Erfolg jeder Kritik. Denn es scheint zu funktionieren: Die American Authors genießen den Status einer gleichzeitig von Fans geliebten UND von Fachleuten geschätzten Band.