Bienen-Kräuter

Bienen brauchen unsere Hilfe. Und auch ohne eigenen Garten lässt sich etwas für diese nützlichen Insekten tun: Es gibt eine große Zahl an Pflanzen, die nicht viel Platz benötigen und dennoch eine wertvolle Nektarquelle darstellen.

Wir müssen es den Bienen nur schmackhaft machen – im wahrsten Sinne des Wortes: Und zwar mit Kräutern! Diese Geschmackslieferanten erfreuen Mensch und Insekt gleichermaßen. Bekanntlich lieben die Bienen Blüten, aber Gartenprofis wissen, dass Kräuter mit dem Erblühen ihr Aroma verlieren.

Unser Tipp: Einen Teil der Kräuterpflanze wachsen lassen, während der andere Teil regelmäßig abgeerntet wird. So lassen sich beide Interessen miteinander vereinen. 

Wertvolle Bienen-Kräuter stammen unter anderem aus dem mediterranen Raum. Dazu zählen Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Salbei (Salvia officinalis), Thymian (Thymus vulgaris) und Oregano (Origanum vulgare). Bienen fliegen aber genauso auf die altbewährte Melisse (Melissa officinalis) und den Schnittlauch (Allium schoenoprasum).

Eine weitere Alternative sind essbare Blüten. Sommerblumen mit essbaren Blüten sehen schön aus und bringen zunächst Farbe auf dem Balkon und dann auf den Teller. Zudem laden sie Bienen zum Nektarcocktail ein! Klassische Vertreter sind Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), Ringelblume (Calendula officinalis) und Boretsch (Borago officinalis). Von diesen Pflanzen können im Übrigen auch die Blätter gegessen werden, zum Beispiel im Salat. 

Pflegetipp: Feuchtes Nass für Pflanze & Biene: Bitte Wasser geben! Auf diese kurze und simple Formel ist das ganze Pflegekonzept ausgerichtet. Insekten bedienen sich dabei gerne aus flachen Schalen. Ein Stein in der Mitte der Wasserfläche ebenso wie eine lockere, dekorative Füllung aus Glasmurmeln oder Muscheln aus dem vergangenen Urlaub ermöglichen ihnen die Wasseraufnahme. Während Bienen tagsüber trinken, sollten Pflanzen am besten in den frühen Morgenstunden gegossen werden. Also wenn es kühler ist und weniger Wasser verdunstet.