Barbara´s Namenstag

Am 4. Dezember – also am Dienstag -  feiern wir die Schutzpatronin der Bergleute. An ihrem Namenstag gehen wir mit Schere in den Garten um einen alten Brauch wieder aufleben zu lassen: An den Weihnachtstagen den Frühling im Haus zu haben. Hier finden Sie alle Tipps & Tricks rund um die Barbarazweige.

Schutzpatronin und Brauchtum

Die heilige Barbara ist  eine der Vierzehn Nothelfer und gilt  als Schutzpatronin der Bergleute und  Helferin gegen Blitz- und Feuergefahr . Dieser Brauch des Barbarazweiges ist einer von vielen uralten Orakelbräuchen und wird besonders gern von unverheiratet Frauen eingesetzt: Zweige , die am Barbaratag, (4. Dezember) von „heiratsfähigen Mädchen“  vom Baum geschnitten und ins Wasser gestellt werden gelten als besonderes Orakel - denn der blühende Zweig gibt Hinweise auf ihren zukünftigen Ehemann.

An jeden Zweig wird ein Zettel mit einem Vornamen eines Verehrer geheftet.  Der Zweig der als erster blüht verrät also den Namen des „wahren“ Herzblattes. Auch wenn man kein Herzblatt mehr sucht, so sieht es in jeder Wohnstube herrlich aus.

Wir beschneiden die Gehölze, die besonders schöne Blüten besitzen und zudem schnell erblühen können -  nämlich Forsythien, Kirschen oder Felsenbirnen. Damit das auch wirklich funktioniert , müssen sie nicht nur jetzt geschnitten, sie müssen zudem mindestens eine Frostnacht mit Minus-Temperaturen erlebt haben. 

Die Zweige sollten möglichst viele Knospen haben und mit einer scharfen Schere sauber abgetrennt werden. Damit es auch tatsächlich gut klappt, sollten die Zweige unten schräg angeschnitten werden.

Damit die Blütenknospen aufbrechen können, benötigen sie einen intensiven Kältereiz, der in der Natur das vorzeitige Blühen verhindern soll. Wenn es bis zum Abschneiden der Zweige keinen Frost gegeben hat, hilft ein kleiner Trick, damit die Zweige ihre Blüten öffnen. Diese einfach für 12 bis 14 Stunden in die Tiefkühltruhe legen. 

Ob Tiefkühltruhe oder eiskalter Garten - die Zweige werden zunächst über Nacht in lauwarmes Wasser gelegt. Erst nach diesem Bad werden sie in eine Vase mit frischem Wasser gestellt. Nicht vergessen:  Das Vasenwasser bitte alle drei bis vier Tage wechseln.