Backstage: Daniela Pircher

Die Songs, die auf ihrem neuen Album „Selig guat“ zu finden sind, hat sie im Spätherbst 2013 geschrieben und komponiert. Wenige Monate später dann der Schock: Daniela Pircher erkrankt schwer und muss eine „lange Zwangspause“ einlegen, wie sie im Rückblick sagt. „Umso schöner ist es, dass ich dieses Album nun der Öffentlichkeit präsentieren kann.“

Die Lieder erzählen von alltäglichen Geschichten, die jedem Mensch passieren, sagt sie. Obwohl sie die Songs vor ihrer Erkrankung schrieb, hat ihr während der Therapie vor allem eines dieser Lieder Halt gegeben. „Getrogen“ heißt der Song. „Er handelt davon, dass man auch in schweren Zeiten von irgendjemanden Halt bekommt und getragen wird“, so Pircher. „Durch meine Erkrankung hat dieses Lied eine noch tiefere Bedeutung für mich bekommen.“

Trotz oder besser gesagt vor allem wegen dieser schweren Zeit sei sie in diesen 2 Jahren gereift. „Ich habe den Blick fürs Wesentliche im Leben geschärft bekommen“, sagt sie. Sie ist aber nicht nur menschlich gereift. Auch musikalisch. Auch wenn die Lieder schon vor über 2 Jahren geschrieben wurden, merkt man ihnen an, dass sie inzwischen erwachsen geworden sind. Sie sind tiefgründig und regen zum Nachdenken an. Dies mache sich auch bei ihren Live-Auftritten bemerkbar, sagt die Sängerin. „Ich bekomme gutes Feedback und viele sind erstaunt, wenn sie mich mit meiner Band bei einem Konzert hören.“ Aber auch sie selbst hat Spaß an ihren Auftritten. Es seien jedes Mal „selig guate“ Abende, wie sie sagt. 

00:00 / 04:25