Albumcheck: Laloki - Lost Places

Kein Musiker möchte lange als Geheimtipp gehandelt werden. Und doch ist man als Geheimtipp wenigstens schon mal da und erreicht Ohren. Laloki...eine schwedische Musikerin, die von Österreich aus auf Ohrensuche geht, ist genau so ein Geheimtipp.

In Musikerkreisen gilt die isländische Musikerin Björk seit vielen Jahren als Maßstab für alternative Popmusik, fürs Anders sein, fürs Experimentieren mit Sounds und Stimmungen und für musikalisches Umdenken. Die schwedische Sängerin Moa Janes gibt unter dem Pseudonym Laloki neuerdings die weichgespülte Version ihrer isländischen Kollegin. Und mit dieser soften Form von alternativem Pop zielt Laloki eindeutig Richtung Charts.

Geboren und aufgewachsen ist die Sängerin in Schweden, ihre Wahlheimat hat sie in der Zwischenzeit in Wien gefunden. Und nichts beschreibt diesen Kontrast zwischen alternativ und konventionell, zwischen geheimnisvoll und geradlinig, zwischen Waldnebel und Großstadtmauern besser, also der Kontrast zwischen ihrer Herkunftsstadt Vargön und Wien. Und nichts könnte diesen Kontrast besser in Szene setzen als diese Musik.

Mit dem Album „Lost Places“ hat Laloki gerade erst ihr Debutalbum veröffentlicht und will mit Songs zwischen orchestralen Hymnen und zerbrechlich anmutender Klavierpoesie in die Welt. 

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