Album Check: Mark Forster - Tape

Eigentlich wollte Mark Forster ja eine Pause machen. Eigentlich wollte er dafür weit weg und in den USA seine Ruhe finden. Und dann hat er beim Spazieren gehen mitten in New Orleans diese Brassband gehört. Und dann wollte er ein Album machen. Sofort!

Wenn man Mark Forster heißt und auf der Suche nach den passenden Musikern für sein neues Album ist, dann nimmt man nicht einfach mal diejenigen, die man grad kennt...dann googelt man sich seine neuen Mitmusiker. Mark Forster brauchte für seine neuen Songs den „besten Gospelchor der Welt“. Das Suchmaschinenergebnis brachte ihn schließlich zu den Harlem Gospel Singers, die ebenso zusagten wie die ebenfalls gegoogelte Bläser- und Streicherarrangeurin und die (laut Google) besten Hip Hop Produzenten der Welt.

Mark Forster stellt aber nicht nur durch diese kleine Randgeschichte seinen Status klar. Vor Allem macht er das nach wie vor über seine Musik. Schon mit „Bauch über Kopf“ hatte er ein Debutalbum hingelegt, das mehr als nur ein Ausrufezeichen war.

Mit „Tape“ definiert er dieses Ausrufezeichen nun gleich völlig neu. Zwischen deutlich hörbaren Hip-Hop Elementen, Gospelchören und ausgefeilten Bläsersätzen singt Mark Forster eindringlicher und feinfühlig poetischer denn je. Dieser Mix schließt am Ende nicht nur irgendeine Lücke in der deutschen Musiklandschaft, er zeigt uns Allen, dass da überhaupt erst eine Lücke war.