Album Check: Jamie Lawson - Jamie Lawson

Da hat Ed Sheeran Ende letzten Jahres angekündigt eine Pause auf unbestimmte Zeit zu machen und schon ist er doch wieder zurück. Er lässt jetzt einfach andere Sänger singen und in seinem Schatten erfolgreich sein.

Der erste Künstler, der sein Album unter dem neu gegründeten Sheeran-Label herausgebracht hat, heißt Jamie Lawson. Und dieser Jamie Lawson macht genau Sheerans Musik, hat genau Sheerans Charme und passt somit genau in die von Sheeran aufgerissene Lücke in dieser Akustikpop-Welt.

Mit der Single Wasn't expecting that konnte der Brite auf Anhieb Platz 1 der UK-Charts knacken und auch das Album dazu sprengt derzeit alle Charts weit und breit.

Was wir darauf hören, ist unkonventionell minimalistisch, überraschend subtil und erfrischend ehrlich für diese sonst oft so übertrieben glitzernde Scheinwelt. Da ist dieser Sänger, seine akustische Gitarre und ein paar Songideen, die so charmant sind, dass sie uns zum genauer Hinhören zwingen.

Jamie Lawson erschafft mit den Songs auf dem nach ihm selbst betitelten Album eine ganz eigene Stimmung...ganz egal ob wir die Songs im kälter werdenden Herbst oder im gerade erwachenden Frühling hören, sie passen sich der jeweiligen Situation an.

Kritiker würden vielleicht sagen das Album sei ein von Grund auf langweiliges Akustikgitarren-Popalbum mit viel Herzschmerz, Fans würden den beim Hören aufkommenden Geruch von Kamillentee und Frühlingswiese beschwören. Recht haben sie am Ende wohl beide. Sicher ist, dass Jamie Lawson mit seinen Songs auf die unaufdringlichste Art und Weise die großen und kleinen Gefühle zu vertonen weiß und damit bei Vielen mitten ins Herz trifft.

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